Rennfahrer in der Rushhour

Die Radprofis fahren in der heutigen 6. Etappe der Tour de Suisse quer durch den Kanton und mitten durch die Stadt Zürich. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt, wo man am besten beobachtet und anfeuert.

188 Kilometer Radsport: Die Route der Tour de Suisse durch Zürich.

Grafik: Laurent Wolf

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Die Tour de Suisse kommt nach Zürich. Und das zum ersten Mal seit 1997. Im Feierabendverkehr fährt der Tross über die Quaibrücke. Gestartet wird um 14 Uhr in Leuggern. Von dort aus geht es über Lengnau, Bülach, Embrach, Bassersdorf und Effretikon weiter nach Wetzikon, Hinwil, Rüti und Uznach. Bei Lachen kommt das Feld erstmals kurz an den Obersee, um dann über Schindellegi, den Hirzel und das Sihltal nach Adliswil zu gelangen. Über Kilchberg gehts dann rund um das Zürcher Seebecken weiter in Richtung Küsnacht, hoch zur Forch und schliesslich hinunter nach Stäfa und ins Ziel nach Meilen.

Die 6. Etappe biete einige sehr attraktive Plätze, an denen man die Radprofis anfeuern und beobachten könne, sagt Christoph Arnold, Pressesprecher der Tour de Suisse, auf Anfrage. «Speziell ist sicher das Rennen durch die Stadt Zürich selbst. Dort werden sicher viele Schaulustige sein», so Arnold.

Zürcher Etappe besonders reizvoll

Wer allerdings die Fahrer nicht nur in rasendem Tempo vorbeirauschen sehen will, sollte sich einen Platz bei einem Aufstieg sichern. Die Steigung bei Limberg ist sicherlich eine der anspruchsvollsten Stellen der Etappe. «Wer entscheidende Momente der Tour live mitverfolgen will, sollte sich entweder dorthin aufmachen oder sich kurz vor Stäfa positionieren, wo eine spannende Sprintstrecke liegt», lautet die Empfehlung von Rolf Huser, Sportlicher Direktor der Tour de Suisse. Auch vor Schindellegi gebe es anspruchsvolle Abschnitte, wo sich das Zuschauen lohnt.

Die Tour de Suisse sei eben ein Anlass für alle, der sehr individuell genossen werden könne. «Die Etappe durch den Kanton Zürich ist besonders reizvoll, weil sie schwer ist – und weil es viele Zuschauer und dementsprechend eine super Stimmung geben wird.»

Kein Durchkommen wegen Baustellen

Kein Wunder also, wurde die Tour de Suisse 34-mal in Zürich gestartet. 45-mal endete die Tour auch in der Stadt. Weshalb also wurde die Limmatstadt in den vergangenen Jahren immer umrundet? «Es war aus verschiedenen Gründen nicht möglich, durch Zürich zu fahren. Neben politischen Entscheiden spielte die Sicherheit eine Rolle. Auch temporäre Baustellen haben in den letzten Jahren eine Durchfahrt der Tour de Suisse verhindert», erklärt Huser. Jetzt habe es wieder einmal geklappt, freut er sich, «und das wird sich sicherlich auch auf die Tourismusregion Zürich auswirken, denn das Rennen wird in über 100 Länder live übertragen. Bei so grossartigem Wetter ist der Werbeeffekt sehr hoch.»

Wer allerdings die Radrennsportler live in Zürich sehen will, sollte zu Fuss in die Stadt kommen und nicht mit dem Auto anreisen. Zwischen 16 und 19 Uhr sei mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und längeren Reisezeiten rund um das Zürcher Seebecken zu rechnen, heisst es in einer Mitteilung der Dienstabteilung Verkehr. Für den Rennbetrieb müsse die Strecke für jeglichen Verkehr temporär gesperrt werden. Den Automobilisten wird daher empfohlen, das Gebiet grossräumig zu umfahren.

Seestrasse in Meilen gesperrt

Auch all jenen, die den Etappenstart in Leuggern mitverfolgen wollen, wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Der Zurziberg und der Zollübergang in Koblenz müssen teilweise gesperrt werden. Parkplätze für jene, die doch mit dem Auto anreisen, stehen an den Dorfeingängen auf dem Wiesland neben der Strecke zur Verfügung, teilen die Organisatoren der Tour de Suisse mit.

In Meilen, dem Zielort der 6. und Start der 7. Etappe, bleibt die Seestrasse vom 13. Juni 2013 um 6 Uhr bis zum 14. Juni 2013 um ca. 16 Uhr im Bereich Herrliberg/Feldmeilen bis Obermeilen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Zu- und Wegfahrt zur Fähre bleibt allerdings gewährleistet, die Fähre selbst bleibt während der ganzen Zeit der Veranstaltung in Betrieb.

Erstellt: 13.06.2013, 11:22 Uhr

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