Roger Köppel ist jetzt Kämbel-Zünfter

Der «Weltwoche»-Verleger hat das Aufnahmeprozedere in eine der exklusivsten Zürcher Zünfte geschafft. Es gab allerdings Widerstand dagegen.

Elf Angehörige der Zunft zum Kämbel stimmten gegen seine Aufnahme: «Weltwoche»-Chef Roger Köppel.

Elf Angehörige der Zunft zum Kämbel stimmten gegen seine Aufnahme: «Weltwoche»-Chef Roger Köppel.

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Der Besitzer, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche», Roger Köppel, ist am Samstagabend feierlich in die Zunft zum Kämbel aufgenommenen worden. Die Aufnahme war nicht unumstritten: Elf Angehörige der Vereinigung stimmten gegen Köppel. Wie immer bewahren die Zünfter über die genauen Gründe eisernes Stillschweigen. Zusammen mit Köppel nahmen die Zünfter vier weitere Kandidaten in ihre Reihen auf.

Die Zunft zum Kämbel führt das Kamel im Wappen und gehört zu den 13 historischen Zünften, die im Jahre 1336 mit der Brun'schen Zunftverfassung das Zunftwesen begründeten. Ihr Zunfthaus ist das Haus zur Haue vis-à-vis des Rathauses am Limmatquai. Ursprünglich gehörten ihr Kleinhändler, Gärtner und Salzhändler an. Heute wird die Vorsteherschaft, die Zunftleitung, dominiert von Anwälten und Bankern. Aktueller Zunftmeister ist Max Fritz, Direktor des Verbands der Papierindustrie in der Schweiz und ehemaliger Präsident der Zürcher FDP.

Roger Köppel hat es damit gesellschaftlich weiter gebracht als sein einstiger Chef bei der «Weltwoche». Filippo Leutenegger war von der Zunft zur Schneidern, ebenfalls eine der ursprünglichen Zünfte, zweimal als Mitglied abgelehnt worden.

Erstellt: 16.11.2014, 16:31 Uhr

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