Rubbel-Probleme beim elektronischen Abstimmen

An den Abstimmungen vom kommenden Sonntag können elf Zürcher Gemeinden via E-Voting teilnehmen. Dabei ist nicht der Umgang mit dem Computer, sondern das Aufrubbeln des Sicherheitscodes das grösste Problem.

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Bis am Donnerstag haben bereits mehr als 5000 Personen aus den neuen Testgemeinden ihre Stimme via Internet abgegeben. Laut Felix Bosshard vom Statistischen Amt des Kantons Zürich werde damit das Ziel erreicht, dass mindestens 20 Prozent der abgegebenen Stimmen auf dem elektronischen Weg eintreffen.

Um die Gültigkeit der Stimmen zu gewährleisten, musste für das E-Voting ein fälschungssicheres System entwickelt werden. Dazu gehört ein individueller Code, der jedem Stimmbürger zugeordnet werden kann. Dieser wird per Post zugestellt. Sichtbar wird der Code erst, wenn er freigerubbelt wird.

Hotline für Rubbelprobleme

Ein einfaches Vorgehen, das bei unzähligen Gewinnspielen und Losen angewendet wird. «Doch das Rubbeln stellte sich als grösstes Problem heraus», wie Bosshard auf Anfrage sagt. Die meisten Anrufe auf der E-Voting-Hotline gingen ein, weil die Stimmberechtigten den Code nicht richtig aufrubbeln konnten.

«Rubbelt man zu fest, werden Zeichen verletzt, rubbelt man zu wenig, ist der Code nicht vollständig sichtbar», sagt Bosshard. Wichtig sei, das Rubbelfeld auf eine Schreibunterlage zu legen und zuerst sehr vorsichtig zu rubbeln.

Gemeinden geben Rubbeltipps

Um das Rubbeln zu erleichtern, verschickte die Gemeinde Männedorf Tipps. Und der Thalwiler Gemeindeschreiber Martin Pallioppi empfiehlt, ein Geldstück ohne gerippelten Rand, zum Beispiel ein 20-Rappen-Stück, zu verwenden und nur mit mässigem Druck zu rubblen, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Die Rubbelprobleme bestanden laut Bosshard bereits bei der ersten Einführung des E-Voting in den ersten drei Gemeinden. «Wir überlegen uns, wie wir das Rubbelfeld verbessern können.» An diesem System werde man aber vorderhand festhalten, da es eine gute Möglichkeit ist, die Sicherheit zu gewährleisten, wie Bosshard sagt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.09.2008, 14:09 Uhr

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