S-Bahn: Fünf Störungen in einem Monat

Im Zürcher S-Bahnnetz ist der Wurm drin. Alleine im September kam es zu mindestens fünf Störungen im Bahnbetrieb.

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Störungen, Verspätungen und Ausfälle. Der Zürcher S-Bahn-Betrieb wird vom Pech verfolgt. Neustes Beispiel: Eine Entgleisung an einem Bauwagen in bei Herrliberg-Feldmeilen. Der Wagen ist dabei aus den Gleisen gesprungen, verlor den grössten Teil des geladenen Schotters und beschädigte die Kabelschächte neben den Gleisen. Alleine die Reparatur dieser Schäden wird die SBB 300'000 Franken kosten.

In Kommentaren auf Tagesanzeiger.ch beschweren sich Pendler, die SBB habe am Zürcher Hauptbahnhof über die Störung ungenügend informiert. Diesen Vorwurf lässt Pallecchi nicht gelten: «Auf den Störungsmonitoren wurde über die Ersatzverbindungen schnell und exakt informiert.» Zudem sei der Unterbruch auf der grossen Haupttafel in der Bahnhofshalle angezeigt worden.

Die Häufung ist deshalb rein zufällig

Die jüngste Panne ist bereits die fünfte Störung im Raum Zürich im September. Anfang Monat sorgten eine verklemmte Zugstüre, eine Fahrleitungsstörung und eine defekte Lok für teils grosse Verspätungen. Und am vergangenen Freitag kam es wegen eines defekten Stellwerks in Dietikon zu Problemen im S-Bahnverkehr.

Von einer Pannenserie will Pallecchi aber nicht sprechen: «Die Störungen haben sehr unterschiedliche Ursachen. Die Häufung ist deshalb rein zufällig.» Auch eine schlechte Wartung des Materials oder Nachwirkungen der Euro 08 schliessen die SBB gemäss Pallecchi kategorisch aus. «Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Kunden. Und es ist klar, dass wir die Ursachen bis ins kleinste Detail analysieren und dann entsprechende Massnahmen ergreifen.»

SBB muss mit ZVV abrechnen

Wie teuer die Störungen die SBB zu stehen kommen, kann laut Pallecchi noch nicht beziffert werden. Neben den Reparaturkosten wird am Ende des Jahres mit der Zürcher Verkehrsverbund ZVV abgerechnet. Dieser hat mit der SBB einen Bonus/Malus-Vertrag. Dieser hat nebst Pünktlichkeitswerten auch die Sauberkeit in den Zügen oder die Fahrgastinformation zum Inhalt. Werden die vereinbarten Werte nicht erreicht, werden die SBB zur Kasse gebeten. «Massgebend ist jedoch der Jahresdurchschnitt. Nach dem guten ersten Halbjahr lässt sich deshalb nicht sagen, ob sich daraus zusätzliche Kosten für die SBB ergeben», sagt Pallecchi. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.10.2008, 12:26 Uhr

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