Schweizer Demokrat kämpft für autofreies Stadtzentrum Uster

Eine Motion verlangt, dass das Ustermer Zentrum zu einer Fussgängerzone wird. Die Vorlage kommt nicht etwa von links-grün, sondern von einem SD-Gemeinderat.

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Die Schweizer Demokraten überraschen mit einem grünen Vorstoss. «Ich habe eine Motion eingereicht, die im Stadtzentrum Uster eine Fussgängerzone verlangt», bestätigt SD-Gemeinderat Werner Kessler einen Bericht des «Anzeigers von Uster».

Auslöser des Vorstosses ist ein tragischer Unfall, der sich am 1. August ereignete. Damals wurde ein 95-jähriger Mann von einem Auto angefahren und tödlich verletzt, als er die Bankstrasse überqueren wollte.

Dem «wilden Durcheinander» einen Riegel schieben

«So geht es nicht mehr weiter», sagt Kessler. Auf der Bankstrasse herrsche «ein wildes Durcheinander» von Durchgangsautoverkehr, Suchverkehr, Busverkehr, Veloverkehr und verunsicherten Fussgängern.

Thomas Wüthrich, Kopräsident der Grünen Uster, findet den Vorschlag der SD «durchaus prüfenswert», obwohl er auch skeptisch ist, dass sich das Ansinnen ohne Schwierigkeiten umsetzen lässt. Dass ihm ausgerechnet die Schweizer Demokraten mit diesem Vorschlag zuvorgekommen sind, damit hat Wüthrich kein Problem. «Wir haben die Umweltthemen nicht für uns gepachtet. Werner Kessler kann man nicht vorwerfen, er interessiere sich nicht für Umweltanliegen.»

Erstellt: 29.08.2008, 11:16 Uhr

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