Schweizer sind die Besten in Gedankenkontrolle

Zwei Schweizer Teams gewannen ihre Disziplinen am ersten «Cybathlon» der ETH Zürich – darunter: Ein Wettrennen, gesteuert nur mit Gedanken.

Video: Manuel Lopez/Keystone

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Zwei Schweizer Teams durften sich am Cybathlon über einen ersten Platz freuen: Ein Team der EPFL im virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung und ein Team der Hochschule Rapperswil im Hindernisparcours für Rollstühle. Grossen Erfolg unter den fünf Schweizer Teams im Cybathlon-Finale feierten die «Brain Tweakers» der ETH Lausanne (EPFL) mit ihrer Hirn-Computer-Schnittstelle. Ihre beiden Piloten, Numa Poujouly und Eric Anselmo, belegten im virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung den ersten und vierten Platz.

Ebenfalls über einen ersten Platz konnte sich Pilot Florian Hauser und sein Team «HSR Enhanced» der Hochschule Rapperswil im Rollstuhl-Hindernisparcours freuen. Durch Gewichtsverlagerung des Piloten schaffte der Rollstuhl auch das grösste Hindernis - mehrere Treppenstufen - hinauf und hinunter.

Im Velorennen mit elektrischer Muskelstimulation belegte Julien Jouffroy vom Team IRPT/SPZ der Berner Fachhochschule den dritten Platz. Bei dem Rennen wurden die gelähmten Beinmuskeln der Pilotinnen und Piloten per elektrischen Impulsen stimuliert und zur Kontraktion gebracht, so dass sie in die Pedale treten. Die Stimulationsmuster dürfen die Muskeln dabei nicht zu schnell ermüden lassen.

Vom Dach gestürzt, querschnittgelähmt und nun zurück auf den Beinen: Werner Witschi erlebt dank der Erfindung von Zürcher Studenten ein kleines Wunder. (Video: Lea Koch)

Ein bisschen vom Pech verfolgt waren die beiden Teams der ETH Zürich, die den Cybathlon veranstaltete. Der treppensteigende Rollstuhl Scewo blieb schon in der Vorrunde direkt am Start des Rollstuhl-Parcours stecken und bewegte sich nicht mehr. Und das Exoskelett VariLeg zog zwar ins Finale ein, bereitete aber seinem Piloten Philipp Wipfli sichtlich Mühe. Trotzdem gab es für VariLeg noch den fünften Platz im Hindernisrennen der Exoskelette.

Besser platzierte sich das Exoskelett des Teams PolyWalk EPFL von der ETH Lausanne, gesteuert von Silke Pan. Sie erreichte immerhin den vierten Rang

(thu/sda)

Erstellt: 08.10.2016, 12:40 Uhr

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