So haben die Zürcher abgestimmt

An den Urnen im Kanton und in der Stadt Zürich sowie in Winterthur fielen wichtige Entscheide. Drei Vorlagen und zwei Gegenvorschläge wurden angenommen. Die Ergebnisse im Überblick.

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Angenommen:

  • Kunsthaus-Erweiterung: Die Stadtzürcher haben dem 88 Millionen-Kredit zugestimmt. Dagegen waren die Kreise 9, 11 und 12. Insgesamt sagten 53,9 Prozent oder 42'016 Personen Ja zur Vorlage (35'968 Nein-Stimmen).
  • «Transparente Mieten»:Die Stimmberechtigten im Kanton Zürich haben einer von zwei Mieter-Vorlagen zugestimmt. Sie nahmen die Volksinitiative Transparent Mieten mit 52,3 Prozent (154'333 Stimmen) an. Damit wird die Formularpflicht wieder eingeführt. Vermieter müssen den Mietern bekannt geben, wie viel der Vormieter bezahlte.
  • Kredit Glasfasern Winterthur: Der Kredit von 67,4 Millionen Franken ist sehr deutlich angenommen worden. 80.9 Prozent stimmten der Vorlage zu.

Gegenvorschläge angenommen:

  • «Winergie 2050»: Die Winterthurer haben zwar die Initiative abgelehnt. Aber sie setzen sich trotzdem ein ähnlich ehrgeiziges Ziel wie Zürich. Bis im Jahr 2050 soll der CO2 auf 2 Tonnen und der Energieverbrauch auf 2000 Watt begrenzt werden. Dem entsprechenden Gegenvorschlag zur Initiative stimmten 65 Prozent zu.
  • «Mehr Sicherheit für die Grossstadt Winterthur»: Die SVP-Initiative zur Schaffung von 24 neuen Polizeistellen wurde mit 63 Prozent klar abgelehnt. Der Gegenvorschlag von Stadt- und Gemeinderat hingegen überdeutlich angenommen: 75 Prozent sagten Ja. Damit erhält Winterthur 14 zusätzliche Stellen.

Abgelehnt:

  • Grundstufe für alle und der Gegenvorschlag:Sowohl die Prima-Intiative zur flächendeckenden Einführung der Grundstufe als auch der Gegenvorschlag des Kantonsrates waren chancenlos. Die Initiative wurde mit 71,3 Prozent Nein-Stimmen abgeschmettert. Der Gegenvorschlag wurde mit 55 Prozent abgelehnt.
  • «Rechtsschutz für alle»: Die Volksinitiative für ein kostenloses Mietgericht wurde deutlich verworfen. 59,8 Prozent der Stimmberechtigten sagten Nein zur zweiten Mieter-Initiative. Einzig in der Stadt Zürich sagten die meisten Kreise Ja (ausser 7/8). Winterthur-Mattenbach stimmte ebenfalls zu. Alle anderen sagten Nein.

(ep)

Erstellt: 25.11.2012, 16:35 Uhr

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Prima-Initiative und Gegenvorschlag: Nein

Kunsthaus-Erweiterung: Ja

«Transparente Mieten»: Ja

«Rechtsschutz für alle»

Sicherheit für Winterthur: Ja zum Gegenvorschlag

Winergie 2050: Ja zum Gegenvorschlag

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