So hat Zürich abgestimmt

Die Resultate zu den kantonalen sowie den Stadtzürcher und Winterthurer Vorlagen im Überblick.

Die Stimmen sind ausgezählt: Die Zürcher Resultate vom heutigen Abstimmungssonntag, 30. November 2014.

Die Stimmen sind ausgezählt: Die Zürcher Resultate vom heutigen Abstimmungssonntag, 30. November 2014. Bild: Keystone

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Angenommen:

Die Tramverbindung Hardbrücke wurde von den Stimmberechtigten des Kantons Zürich klar gutgeheissen. 66 Prozent befürworteten den Kantonsbeitrag in der Höhe von 76,4 Millionen Franken (282'198 Ja-Stimmen zu 145'183 Nein-Stimmen). Die Stimmbeteiligung lag bei 50,6 Prozent. Die Tramlinie 8 kann somit vom Hardplatz über die Hardbrücke bis zum gleichnamigen Bahnhof verlängert werden und von dort aus über die bestehende Autorampe an den Escher-Wyss-Platz und bis Werdhölzli weiterfahren.

66,9 Prozent der Stadtzürcher Stimmberechtigten haben der gesetzlichen Grundlage für den Betrieb einer Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAS) zugestimmt. Betrunkene und Bekiffte, die sich oder andere gefährden, werden von der Polizei somit auch künftig ins sogenannte Hotel Suff gebracht und unter medizinischer Betreuung ausgenüchtert. 74'119 legten ein Ja in die Urne, 36'655 ein Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 51,1 Prozent.

Winterthur sagt Ja zu zinslosen Darlehen für Genossenschaften. Gemeinnützige Wohnbauprojekte werden in der Eulachstadt künftig gefördert. Für den Rahmenkredit von 10 Millionen Franken stimmten 19'981 Winterthurerinnen und Winterthurer, dagegen waren 13'081, was einem Ja-Stimmen-Anteil von 60,34 Prozent entspricht. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,25 Prozent.

Nach Jahren der Provisorien und Pavillons erhalten die Kinder aus dem Winterthurer Stadtteil Neuhegi ein neues Schulhaus mit siebzehn Klassenzimmern und einer Turnhalle. Die Stimmberechtigten hiessen einen entsprechenden Kredit in der Höhe von 52,4 Millionen Franken gut. Im Sommer 2018 soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. Das Ergebnis fiel mit 26'009 Ja- zu 7553 Nein-Stimmen deutlich aus. Der Ja-Stimmen-Anteil betrug 77,53 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,3 Prozent.

Abgelehnt:

Die Klassen in der Zürcher Volksschule werden nicht verkleinert. Das Stimmvolk lehnte die Initiative der EVP ab, welche eine Maximalzahl von 20 Schülerinnen und Schülern im Gesetz verankern wollte. Angenommen wurde aber der Gegenvorschlag des Kantonsrats, welcher die Lehrpersonen entlasten soll. Die Ablehnung der Initiative «Mehr Qualität im Unterricht dank kleineren Klassen» fiel mit 66 Prozent Nein-Stimmen-Anteil deutlich aus. Keine einzige Zürcher Gemeinde stimmte dem Vorhaben zu. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,7 Prozent.

Die Volksinitiative «Bahnhof Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig» hatte bei den Zürcherinnen und Zürchern keine Chance. Gut 66 Prozent lehnten die Vorlage ab. Keine einzige Gemeinde sagte Ja. Die Vorlage des VCS verlangte vom Kanton Zürich, rund 600 Millionen Franken für den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen vorzuschiessen, sofern der Bund dazu nicht in der Lage sein sollte. Dadurch sollte der Bau eines vierten Gleises und eines zusätzlichen Tunnels nach Tiefenbrunnen beschleunigt werden.

Erstellt: 30.11.2014, 18:16 Uhr

Klassengrösse Initiative

Gegenvorschlag Klassengrösse

Tramverbindung Hardbrücke

Volksinitiative Bahnhof Stadelhofen

Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle

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