So hat Zürich abgestimmt

Ein doppeltes Nein auf kantonaler Ebene, zwei deutliche Ja in der Stadt Zürich. Die Ergebnisse im Überblick.

Kurspflicht bleibt bestehen: Die Zürcherinnen und Zürcher halten am obligatorischen Hundekurs fest.

Kurspflicht bleibt bestehen: Die Zürcherinnen und Zürcher halten am obligatorischen Hundekurs fest. Bild: Sabine Rock

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Nein zum Wassergesetz

Am spannendsten war am heutigen Abstimmungssonntag die Entscheidung über das Wassergesetz. Die ersten Hochrechnungen des Kantons deuteten zwar schon früh auf ein Nein hin, die Unsicherheit blieb aber noch lange gross. Erst im Verlaufe des Nachmittags mussten die Zürcher Bürgerlichen ihre Niederlage definitiv eingestehen. Die Stimmbevölkerung sagte mit 54,6 Prozent Nein zum neuen Zürcher Wassergesetz, das unter anderem den Gewässerschutz geregelt hätte und Teilprivatisierungen der Wasserversorgung zugelassen hätte. Zum Bericht.

Nein zum Hundegesetz

Regensberg ist die einzige Zürcher Gemeinde, die dem neuen Hundegesetz zugestimmt hat. Insgesamt sagten 69,6 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Nein. Damit behält Zürich das schärfste Hundegesetz der Schweiz, und Hundehalter von grossen Hunderassen müssen weiterhin Kurse besuchen. Der Regierungsrat will nun die obligatorischen Kurse für alle Rassen einführen. Zum Bericht.

Das doppelte Nein zum Wasser- und Hundegesetz ist eine bittere Niederlage für die Bürgerlichen kurz vor den Wahlen. Zum Kommentar von Marisa Eggli.

Ja zu neuem Alterszentrum

Auf dem Areal Eichrain in Zürich-Seebach entsteht ein städtisches Alterszentrum kombiniert mit einer Wohnsiedlung. Die Stadtzürcher Stimmberechtigten unterstützten den dafür nötigen Kredit von knapp 132 Millionen Franken klar: 86,2 Prozent legten ein Ja in die Urne.

Ja zu Energieverbund

In Zürich-Altstetten und Teilen von Zürich-Höngg kann ein Energieverbund entstehen. Die Stimmberechtigten haben einem Kredit von 127,8 Millionen Franken mit einem Ja-Anteil von 87,7 Prozent klar zugestimmt. Der Verbund nutzt zwei Energiequellen aus dem Klärwerk Werdhölzli: die Wärme des gereinigten Abwassers und die Abwärme aus der Klärschlammverwertung.

Ja zu Gemeinde-Tageskarten

Die Stadt Winterthur kann ihren Einwohnerinnen und Einwohnern auch in Zukunft die beliebten Gemeinde-Tageskarten der SBB anbieten. Die Stimmberechtigten haben dem Kredit von 720'000 Franken mit grosser Mehrheit zugestimmt. Für den Kredit waren 23'558, dagegen nur 4'258 Stimmberechtigte, was einem Ja-Anteil von 84,7 Prozent entspricht. Die Stimmbeteiligung betrug 40,5 Prozent. Mit dem Geld kann die Stadt weiterhin bis zu 50 vergünstigte Tageskarten pro Tag zur Verfügung stellen.

Die Resultate zu anderen Abstimmungen in den Gemeinden finden Sie unter diesem Link.

(sip/tiw/sda)

Erstellt: 10.02.2019, 18:23 Uhr

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