So könnte der Innovationspark aussehen

Der Gestaltungsplan für den Innovationspark auf dem Flugplatzareal Dübendorf liegt vor. Nun wartet der Regierungsrat auf einen Richtplanentscheid des Kantonsrats.

Grünflächen und Forschung: Der kantonale Gestaltungsplan des Innovationsparks konzentriert sich auf rund 37 Hektaren der vorgesehenen 70 Hektaren.

Grünflächen und Forschung: Der kantonale Gestaltungsplan des Innovationsparks konzentriert sich auf rund 37 Hektaren der vorgesehenen 70 Hektaren.

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Auf einer Fläche von 70 Hektaren soll auf dem Flugplatzareal in Dübendorf ein Innovationspark entstehen. Der Kanton Zürich hat nun auf Basis der städtebaulichen Studie einen Gestaltungsplan für einen Teil des Gebiets (37 Hektaren) ausgearbeitet. Die Standortgemeinden Dübendorf, Wangen-Brüttisellen und die Region Glatttal wurden eng miteinbezogen.

Im Plan enthalten sind konkrete Angaben über die Anzahl und Lage von Baufeldern und die Art der Nutzung (vgl. Plan in der Box). Auf dem Areal sollen eine eigene Hochschule, ein Technopark und ein Zentrum für Kleinstunternehmen entstehen. Durch eine Linienverlängerung der Glattalbahn wird der Park erschlossen. Der Flugplatz könnte neu auch für die zivile Geschäftsfliegerei genutzt werden, wie dies der Bundesrat beschlossen hat. Ziel ist die langfristige Abstimmung von Siedlung, Landschaft und Verkehr innerhalb des Flugplatzareals und mit der Umgebung, wie es in einer Mitteilung der kantonalen Baudirektion heisst. Auch öffentliche Freiräume gehören als wichtige Gestaltungselemente dazu.

Entscheid vor den Sommerferien

Im Herbst 2015 treffen National- und Ständerat voraussichtlich den definitiven Standortentscheid. Bis dann muss auch der Zürcher Kantonsrat über die Anpassung des Richtplans entschieden haben. «Wir bemühen uns und arbeiten darauf hin, dass der Kantonsrat in dieser Sache vor den Sommerferien eine Entscheidung trifft», sagt Ruedi Lais, Präsident der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt. Der Entscheid wird also erst nach den Wahlen im April gefällt. «Wir nehmen unsere Arbeit in der Kommission so ernst, weil das Volk in dieser Sache nichts zu sagen hat», sagt Lais. Die Abstimmung über den Richtplaneintrag sei der einzige demokratische Entscheid auf Kantons- und Gemeindeebene.

Prognosen, wie dieser ausfallen könnte, macht Lais keine: Der SP-Kantonsrat sagt, dass für ihn eine Co-Existenz von Flughafen und Innovationspark eine schlechte Lösung sei. SVP-Kantonsrat Pierre Dalcher sagt, dass der Innovationspark für ihn dringlich sei, wenn man in der Wirtschaft weiterhin Erfolg anstrebe. Ein Areal ohne Platz für Flugbetrieb ist für ihn aber keine Lösung: «Ein Nebeneinander von Aviatik und Innovation muss möglich sein. Das eine darf das andere nicht verdrängen.» In der SVP sorge der Richtplaneintrag jedoch für Diskussionen. Der Entscheid für oder gegen den Innovationspark muss früher gefällt werden, als die Bewilligung für die zivile Luftfahrt vorliegt. Es gebe Befürchtungen, dass ein Nebeneinander nach einem Ja zum Innovationspark nicht mehr möglich sein könnte. Der Ausgang der Abstimmung scheint offen zu bleiben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2015, 13:36 Uhr

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