Stadtrat will Schülerzahlen reduzieren

Der Winterthurer Stadtrat wollte die Mechatronik-Schule aus Spargründen schliessen. Der Widerstand aus der Bevölkerung trägt nun Früchte.

Mit der Volksinitiative «Erhalt der Mechatronik Schule Winterthur (Metalli)» wehren sich die Gegner der Schliessung.

Mit der Volksinitiative «Erhalt der Mechatronik Schule Winterthur (Metalli)» wehren sich die Gegner der Schliessung. Bild: Keystone

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Der Winterthurer Stadtrat hat seinen Gegenvorschlag zur kommunalen Volksinitiative «Erhalt der Mechatronik Schule Winterthur (Metalli)» präsentiert. Auch in Zukunft sollen junge Fachkräfte in den Bereichen Polymechanik, Automatik und Elektronik in der eigenen Lehrwerkstätte und Berufsfachschule ausgebildet werden - allerdings weniger als bisher.

Im Rahmen der Sparbemühungen hatte der Stadtrat die im Volksmund «Metalli» genannte Schule eigentlich schliessen wollen. Die Pläne stiessen aber auf heftigen Widerstand. Der Stadtrat änderte darauf die Pläne. Die MSW soll bestehen bleiben, wenn auch in gestraffter Form und nur noch an einem Standort. Der Stadtrat schlägt vor, an der MSW nur noch die drei Kernberufe (Polymechanik, Elektronik und Automation) zu lehren, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Von den Lehrlingen sollen zudem 75 statt 50 Prozent die Berufsmatur machen.

Initiative untergräbt Sparpläne

Gestrichen werden sollen nach dem Willen des Stadtrates nach einer Übergangszeit von drei bis vier Jahren die Berufsausbildungen Anlage- und Apparatebau sowie Informatik. Hier gebe es in Winterthur genügend andere Ausbildungsinstitutionen. Statt zwei, gibt es künftig nur noch einen Standort, die Mittel werden gekürzt. Der MSW soll ein jährlicher Nettobeitrag von 2 bis 2,5 Millionen Franken zur Verfügung gestellt werden.

Das von der Initiative geforderte Einfrieren der städtischen Beiträge auf der Basis des Jahres 2014 mit 4,5 Millionen Franken jährlich lehnt der Stadtrat ab. Diese Forderungen trage den Sparbemühungen der Stadt «in keiner Weise Rechnung». Vom Kanton wird erwartet, dass auch er sich weiterhin «mit einem massgeblichen Betrag» an der Bildungsinstitution beteiligt. Der Kanton bezahlt bisher rund 5 Millionen Franken. (pia/sda)

Erstellt: 25.01.2016, 11:13 Uhr

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