Stadtzürcher Taxis müssen sich neu am Markt behaupten

Das Stadtparlament hat die neue Taxiverordnung einstimmig abgesegnet. Neu gelten die städtischen Preise als Höchsttarife, die unterschritten werden können – und auswärtige Fahrer dürfen Kunden aufnehmen.

Profitieren künftig nicht mehr von fixen Höchsttarifen: Taxifahrer in Zürich bekommen Konkurrenz – welche billiger fahren darf.

Profitieren künftig nicht mehr von fixen Höchsttarifen: Taxifahrer in Zürich bekommen Konkurrenz – welche billiger fahren darf. Bild: Keystone

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Neu gelten die städtischen Taxitarife als Höchsttarife und dürfen unterschritten werden. Zudem dürfen nun auch auswärtige Taxifahrer und -fahrerinnen Kunden aufnehmen.

Der Zürcher Gemeinderat hatte bereits im Juli 2009 eine neue Taxiverordnung verabschiedet. Darin war festgehalten, dass die Stadt Zürich «eine verbindliche Tarif-Ordnung» erlässt. Zudem war verboten, vom Gebiet der Stadt Zürich aus Fahraufträge an Fahrerinnen und Fahrer ohne städtische Zulassung zu vermitteln.

Ein Taxiunternehmen focht darauf diesen Entscheid beim Bezirksrat an, der die beiden Bestimmungen aufhob. Die Stadt Zürich blitzte mit ihrer Beschwerde dagegen sowohl beim Verwaltungsgericht als auch Bundesgericht ab. Der Stadtrat änderte darauf die entsprechenden Artikel.

Nach dem Parlamentsentscheid vom Mittwochabend erlässt der Stadtrat künftig nach Anhörung der Taxikommission eine Tarifordnung mit verbindlichen Höchsttarifen. Die Taxibetriebe sind verpflichtet, ihre Preise anzuschreiben.

Der Artikel mit dem Verbot wurde gestrichen. Auswärtige Taxifahrende ohne städtische Betriebsbewilligung dürfen nun zwar Kunden auf Bestellung aufnehmen, aber nicht die öffentlichen Taxistandplätze benutzen.

(ep/sda)

Erstellt: 12.04.2012, 07:49 Uhr

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