Störche reisen mit GPS

Zwei Vögel des Zürcher Zoos ziehen künftig mit GPS-Sendern gegen Süden. Die Forscher beobachten damit, wie die Störche auf die bevorstehende Schliessung ihrer Nahrungsquelle reagieren.

Bislang haben sie die Meerenge bei Gibraltar überquert, um in der westlichen Sahelzone zu überwintern: Schweizer Störche.

Bislang haben sie die Meerenge bei Gibraltar überquert, um in der westlichen Sahelzone zu überwintern: Schweizer Störche.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Flugrouten der beiden Zürcher Weissstörche Osuna und Orbieux können ab sofort im Internet verfolgt werden. Die GPS-Sender sollen Auskunft über das veränderte Zugverhalten von Störchen geben.

Während Osuna momentan noch auf ihrem Nest bleibt, macht Orbieux bereits erste Erkundungsflüge in der Nähe, wie der Zoo Zürich am Donnerstag mitteilte. Der Zoo ist Teil des Projekts «SOS Storch – Storchenzug im Wandel» der Gesellschaft Storch Schweiz.

Änderung im Zugverhalten

Bislang haben die Schweizer Störche meistens die Meerenge bei Gibraltar überquert, um dann in der westlichen Sahelzone in Afrika zu überwintern. Dieses typische Zugverhalten scheint sich aber zu ändern, wie es in der Mitteilung heisst.

Heute überwintern die meisten Störche im Süden Spaniens. Dort halten sie sich vor allem auf den grossen Müllkippen auf. Die Gründe für die Veränderung sind unklar. Möglicherweise ist die Klimaerwärmung verantwortlich, vielleicht spielen aber auch die Gene der wieder angesiedelten Störche eine Rolle, oder die Vögel sind einfach pragmatisch und nutzen das reichliche Nahrungsangebot.

Um offene Fragen zu klären, werden die Daten der individuellen Wanderrouten gesammelt und verglichen. Gespannt sind die Fachleute auch auf mögliche zukünftige Änderungen. Denn die offenen Müllkippen in Spanien sind ein hygienisches Problem und sollen deshalb geschlossen werden. (pia/sda)

Erstellt: 03.07.2014, 12:12 Uhr

Artikel zum Thema

Der bekannteste Storch der Schweiz ist tot

Dreizehn Jahre lang begleiteten Forscher die Störchin Max mithilfe eines Satellitensenders bei ihrer Reise durch die Welt. Nun wurde der berühmteste Storch der Schweiz tot in Spanien aufgefunden. Mehr...

Starkstrom macht den Storch zum grausigen Feuervogel

Störche verenden oft kläglich auf Strommasten, die falsch konstruiert sind. Tierschützer rufen die Elektrizitätswerke zum Handeln auf, vor allem in Brutgebieten. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Ja zum Abnehmen und Nein zu Cellulite

Starten Sie mit Ihrer Wunschfigur in den Sommer – jetzt profitieren Sie von bis zu 50 Prozent Rabatt.

Blogs

Sweet Home Schweizer Gartenparadiese

Tingler Spuren des Fortschritts

Die Welt in Bildern

Fanliebe: Kurz vor dem sechsten Spiel des NBA Finals zwischen den Toronto Raptors und den Golden State Warriors herrscht im Fansektor grosse Anspannung. (Toronto, 13. Juni 2019)
(Bild: Chris Helgren ) Mehr...