Strafverfahren gegen Aepplis Chefbeamten

Im Fall Mörgeli rückt eine weitere Person in den Fokus: Hochschulamtchef Sebastian Brändli hat möglicherweise das Amtsgeheimnis verletzt.

Ungünstiger Beschluss für sie im Fall Mörgeli: Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli. (9. Juni 2014)

Ungünstiger Beschluss für sie im Fall Mörgeli: Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli. (9. Juni 2014) Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone

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Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) muss in der Causa Mörgeli eine Niederlage einstecken: Das Obergericht hat der Staatsanwaltschaft grünes Licht gegeben, um eine Strafuntersuchung gegen Aepplis Chefbeamten Sebastian Brändli zu eröffnen. Dies berichtet die «SonntagsZeitung». Staatsanwalt Andrej Gnehm wirft Brändli demnach Amtsgeheimnisverletzung vor: Er soll die massgebliche Quelle gewesen sein, als die Zeitung «Sonntag» 2012 die Entlassung von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli als Kurator des medizinhistorischen Museums vermeldet hat.

Brändli hatte zuvor gemäss dem Artikel intensiven Email- und Telefonkontakt mit dem Journalisten der Zeitung. Auf Anfrage der «SonntagsZeitung» verneint das Departement von Aeppli, dass Brändli, Chef des Zürcher Hochschulamtes, eine Amtsgeheimnisverletzung begangen habe: «Bildungsdirektion und S. Brändli halten fest, dass der Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung nicht zutrifft», zitiert die Zeitung die Stellungnahme. (thu)

Erstellt: 18.01.2015, 09:46 Uhr

Sebastian Brändli, Chef des Zürcher Hochschulamtes. (Archivbild: Keystone)

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