Suizid wegen Mobbing: Zwei Jugendliche verurteilt

Eine 13-Jährige beging Suizid, weil sie im Netz gemobbt worden war. Zwei Jugendliche wurden deswegen verurteilt. Ihre Mutter plant nun eine Kampagne gegen Cybermobbing.

Böse Worte im Netz: Mädchen sehen sich Einträge im Cyberspace an.

Böse Worte im Netz: Mädchen sehen sich Einträge im Cyberspace an. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zwei Jugendliche aus Dietikon sind im Zusammenhang mit dem Suizid einer 13-jährigen Bezirksschülerin aus Spreitenbach AG im August 2017 nun von der Jugendanwaltschaft Limmattal/Albis verurteilt worden. Ein Jugendlicher wurde per Strafbefehl wegen Nötigung verurteilt, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

Eine Jugendliche wurde bereits im letzten Herbst wegen versuchter Drohung und Beschimpfung verurteilt und mit einer persönlichen Leistung bestraft. Laut der Jugendanwaltschaft kann aber in beiden Fällen der Suizid der 13-Jährigen nicht auf das Handeln der beiden Jugendlichen zurückgeführt werden.

Der Fall Céline sorgte landesweit für Bestürzung. Schon kurz nach ihrem Tod kam der Verdacht auf, dass Cybermobbing der Grund für ihren Suizid gewesen sein könnte. Nadya Pfister, Célines Mutter, wurde durch den Fall zu einer Aktivistin gegen Cybermobbing. Gemäss «Schweiz am Wochenende» will sie in den nächsten Tagen eine politische Kampagne zum Thema lancieren. (zet)

Erstellt: 15.04.2019, 16:01 Uhr

Artikel zum Thema

«Du wirst genauso sterben wie Sabrina»

In Spreitenbach AG hat sich eine 13-Jährige nach Drohungen auf Instagram das Leben genommen. Nun ermittelt der Jugendstaatsanwalt. Mehr...

«Löschisch nachher s Video, bitte?»

Gestern zeigte das SRF einen Spielfilm zum Thema Sexting und Cybermobbing. Ein Drama sondergleichen. Mehr...

«Die Suizidszene wirkte abschreckend»

Interview Zwei Schweizer Schüler sprechen über «13 Reasons Why», die Netflix-Serie über Mobbing, Depression und Selbstmord. Jugendliche weltweit schauen sie gebannt. Fachleute sind alarmiert. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Dank Hightech sicherer im Schnee unterwegs

Gewinnen Sie mit Bächli Bergsport und Mammut ein Lawinenverschütteten-Suchgerät der neusten Generation.

Blogs

Geldblog Negativzinsen: Was soll das?

Mamablog Ach, diese Instagram-Muttis!

Die Welt in Bildern

Harter Einsatz: Ein Demonstrant wird in Santiago de Chile vom Strahl eines Wasserwerfers getroffen. Die Protestbewegung fordert unter anderem höhere Untergrenzen für Löhne und Renten, günstigere Medikamente und eine neue Verfassung, die das Grundgesetz aus den Zeiten des Diktators Augusto Pinochet ersetzen soll. (9. Dezember 2019)
(Bild: Fernando Llano) Mehr...