Swiss sagt aus Versehen Patrouille Suisse tot

Das neuste Bordmagazin von Swiss sorgt für Aufsehen. Ihm ist zu entnehmen, dass es die legendäre Patrouille Suisse nicht mehr gibt.

Für Flugfans eine Schreckensmeldung: Der fehlerhafte Buchtipp im Bordmagazin.

Für Flugfans eine Schreckensmeldung: Der fehlerhafte Buchtipp im Bordmagazin. Bild: Screenshot

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Das aktuelle Bordmagazin von Swiss widmet sich der Stadt Chicago. Neben Hochglanzbildern sind dem Heft Buchtipps zu entnehmen. Einer davon beschreibt ein Bildband über das PC-7 Team der Schweizer Luftwaffe. Flugzeugfans dürfte beim Lesen das Blut in den Adern stocken. Der Autor der kleinen Textpassage weist den Leser auf den Unterschied der beiden Kunstflugstaffeln der Schweizer Armee hin. Das PC-7 Team sei «nicht zu verwechseln mit der Patrouille Suisse, die gibt's nicht mehr!»

Tatsächlich war die Abschaffung der Staffel mit den rot-weissen Jets im Februar 2013 ein bundesrätliches Thema. In einer Diskussion über den neuen Kampfjet für die Schweizer Armee hatte sich ein Kommissionsmitglied nach der Zukunft der Patrouille Suisse erkundigt. Die Antwort von Verteidigungsminister Ueli Maurer war klar: Ab 2016 soll es die Schweizer Kunstflugstaffel nicht mehr geben. So der ursprüngliche Plan des Verteidigungsministers und des Chefs der Armee, Korpskommandant André Blattmann.

«Ein Missverständnis»

Die Neuigkeit sorgte für Unverständnis bei Politikern und Bevölkerung, worauf Ueli Maurer auf den Entscheid zurück kam. Nur einige Tage später hiess es: Die Kunstflugstaffel der Armee solle es auch nach der Ausmusterung des Tiger F-5 in drei Jahren noch geben. Neu sollen F/A-18-Jets oder der Gripen E die Kunstflugformation bilden. Diese sollen allerdings nicht in den traditionellen Farben der Patrouille Suisse bemalt werden.

Zum Fauxpas der jüngsten Ausgabe des Bordmagazins meint Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack: «In der letzten Ausgabe haben wir fälschlicherweise in den Book Tipps berichtet, dass es die Patrouille Suisse nicht mehr geben wird. Das ist natürlich ein Missverständnis und wir bedauern dies.» Swiss werde im nächsten Heft entsprechende Korrigenda abdrucken mit dem Hinweis, für weitere Informationen die Homepage des Kunstflugteams zu besuchen.

Erstellt: 05.07.2013, 14:52 Uhr

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