Tausende O-Bikes sind nur noch Schrott

7000 Velos des Verleihers O-Bike warteten seit dem Herbst in Winterthur auf ihren Einsatz. Jetzt hat das asiatische Start-up die rostenden Räder verkauft – als Altmetall.

Hunderte O-Bikes aus Singapur werden nie zum Einsatz kommen. Bild von ihrer Ankunft in St. Gallen im Herbst 2017.

Hunderte O-Bikes aus Singapur werden nie zum Einsatz kommen. Bild von ihrer Ankunft in St. Gallen im Herbst 2017. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Mehrere Tausend Räder des Leihvelo-Start-ups O-Bike stehen seit vergangenem Herbst in einer Lagerhalle in Winterthur-Hegi. Gedacht waren sie für den Schweizer und den europäischen Markt. Nun hat sich das Unternehmen offenbar anders entschieden, wie der «Landbote» schreibt.

Seit Mittwoch werden die Velos in vier polnische Sattelschlepper verladen. Sie sollen in Länder wie Bosnien oder Rumänien gefahren werden. Dort werden die O-Bikes aber nicht etwa in Städten zum Einsatz kommen, sondern sie sollen dort in ihre Einzelteile zerlegt werden. O-Bike hat die rund 7000 Eingängervelos an einen Zürcher Schrotthändler verkauft, der sie wiederum an eine Altmetallverwertungsfirma veräussert hat.

Besseres Modell angekündigt

Es ist noch kein Jahr her, dass das Start-up weltweit aggressiv in den Markt für den stationsungebundenen Veloverleih eingedrungen ist. Doch sowohl in Winterthur als auch in Zürich setzten die Behörden Grenzen: 500 Velos auf Zürcher Stadtgebiet, 150 in Winterthur. Wie es mit O-Bike unter diesen Bedingungen weitergeht, ist offen. Das Unternehmen hat schon länger angekündigt, grössere und besser verarbeitete Velos mit drei Gängen einzuführen.

Erstellt: 30.04.2018, 14:00 Uhr

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