Teuerungsausgleich: schon sieben Prozent im Rückstand

Seit Jahren läuft der Rückstand im Teuerungsausgleich auf. Dieser soll jetzt endlich abgebaut werden, verlangen die Vereinigten Personalverbände.

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Der Rückstand im Teuerungsausgleich betrage mittlerweile mehr als sieben Prozent, teilen die Vereinigten Personalverbände (VPV) heute Freitag mit. Der Kanton schreibe seit einiger Zeit schwarze Zahlen. Bevor er die Steuern «zugunsten gewisser Einkommensklassen» senke, sei es an der Zeit, den aufgelaufenen Rückstand beim Teuerungsausgleich abzubauen. Sie schlagen vor, dies in zwei Schritten zu je zwei Prozent zu tun.

An dem im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan vorgesehenen vollen Teuerungsausgleich 2009 sei festzuhalten, schreiben die VPV. Dies, auch wenn die Teuerung hoch sei. Für alle kantonalen Angestellten, welche die erforderlichen Qualifikationen mitbringen, verlangen die VPV eine Lohnerhöhung. Dafür seien 2,4 Prozent der Lohnsumme einzusetzen.

Für mehr als die Hälfte der Angestellten keine Erhöhung vorgesehen

Die Regierung beabsichtige, 1,5 Prozent der Lohnsumme einzusetzen und nur jenen Angestellten eine Lohnerhöhung zu gewähren, die in Erfahrungsstufen eingereiht seien. Für all jene, die in Leistungsstufen seien – und das seien mehr als die Hälfte – sei keine Erhöhung vorgesehen.

Finanzdirektorin Ursula Gut hatte Mitte Juli eine Steuergesetzrevision vorgestellt, welche die höchsten und niedrigsten Einkommensstufen entlastet. Für den Kanton hätte sie Steuerausfälle von rund 300 Millionen Franken im Jahr zur Folge. Am Freitag war sie für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (fsc/sda)

Erstellt: 15.08.2008, 16:39 Uhr

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