Uni Zürich nimmt Professoren-Suche wieder auf

Das Verfahren um die Nachfolge des Medienwissenschaftlers Heinz Bonfadelli ist gestoppt worden, nachdem nur deutsche Bewerber zu Wahl standen. Nun geht es weiter – mit mehr Optionen als zuvor.

Im Sommer 2014 wird hier ein Lehrstuhl frei: Institut für Publizistik der Universität Zürich.

Im Sommer 2014 wird hier ein Lehrstuhl frei: Institut für Publizistik der Universität Zürich. Bild: Dominique Meienberg

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Die Unileitung Zürich und die Philosophische Fakultät haben entschieden: Die Suche nach einem neuen Professor am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung geht weiter. Rektor Andreas Fischer hatte das Verfahren anfangs März gestoppt - der Tages-Anzeiger hatte zuvor publik gemacht, dass auf der Kandidatenliste ausschliesslich deutsche Bewerber standen, obwohl im Inserat nach einem Experten für den Medienraum Schweiz gesucht worden war. In der Folge wurden Kandidaten und Mitglieder der Berufungskommission «massiv angefeindet», wie der Rektor sagte.

In den kommenden Wochen wird die Berufungskommission wieder zusammentreten. «Und dann gibt es verschiedene Möglichkeiten», sagt Uni-Sprecher Beat Müller. Die Kommission habe grosse Gestaltungsfreiheit. Das bedeutet: Sie kann mit den bereits ausgewählten deutschen Kandidaten weiterfahren.

Abschluss im Herbst 2013

Ebenso kann sie auch neue Kandidaten in die Auswahl aufnehmen – oder einen Schritt zurück gehen und den Lehrstuhl inhaltlich neu ausrichten. Dazu muss die Kommission aber einen sogenannten «Strukturbericht» verfassen und von der Universitätsleitung absegnen lassen, bevor sie die Stelle neu ausschreiben kann.

In der Berufungskommission gebe es wegen Abwesenheiten einige Wechsel, so Müller weiter. Der Präsident behalte aber den Vorsitz. Wenn alles optimal laufe, sei die Suche bis zum Herbstsemester 2013 abgeschlossen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.05.2013, 12:38 Uhr

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