Unique: Millionen-Abschreiber im Fluglärmfonds

Der Fluglärmfonds muss wegen der Pleite eines Investmentfonds elf Millionen Franken abschreiben. Die Lärmentschädigungen seien nicht betroffen.

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Bei der Anlage handelt es sich um eine Obligationenanleihe der Sigma Finance Corp., wie die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion bekannt gab. Die über den Fondsanteil des Kantons Zürich gehaltene Anlage betrage nominal neun Millionen Franken. Der definitive Verlust könne aber erst nach Bekanntwerden des Liquidationserlöses beurteilt werden. Der Betrag wird laut Unique dem Lärmergebnis 2008 belastet. Man gehe von einem einstelligen Millionenbetrag aus.

Die im Reglement des Fluglärmfonds definierte konservative Anlagestrategie ist gemäss Unique-Angaben mit der Anlagepolitik einer Stiftung oder Pensionskasse. Der Fonds halte weder Aktien noch strukturierte Produkte oder Derivate, sondern ausschliesslich Geldanlagen und Obligationenanleihen. Auf die Abwicklung der Fluglärm-Entschädigungszahlungen hat der Verlust aus der Sigma-Pleite laut der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion keinen Einfluss. Die Zahlungen würden vollständig über Lärmgebühren finanziert. Der Kanton Zürich werde seinen Verbindlichkeiten unabhängig von diesem Vorfall nachkommen.

Der Kanton hat, die Vorfinanzierung von Fluglärmentschädigungen aus der Zeit vor der Privatisierung des Flughafens Zürich-Kloten übernommen. Gleichzeitig übernahm er einen Teil des Kontos des Fluglärmfonds auf eigene Rechnung und erhält von Unique laufend einen Teil der von dieser erhobenen Lärmgebühren. Die Belastung des Fluglärmfonds durch den Sigma-Konkurs sei für den Kanton kostenneutral. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass die von London aus geführten Sigma von der Ratingagentur Standard & Poor's bis zum vergangenen 12. September mit AA- und vor rund einem Jahr noch mit der Höchstnote AAA bewertet worden sei.

Die voraussichtlichen Kosten in Zusammenhang mit Fluglärm werden auf rund 760 Millionen Franken veranschlagt. Diese können laut Unique mit dem Saldo des Lärmfonds sowie den aktuellen Lärmgebühren abgewickelt werden.

Die Anleger reagierten ungnädig. Im frühen Geschäft der Schweizer Börse sackten der Unique-Aktienkurs in festerem Gesamtmarkt um bis zu 2,6 Prozent auf 344 Franken ab. Später stieg der Kurs wieder leicht an, blieb aber im Minus. (los/ap)

Erstellt: 07.10.2008, 11:26 Uhr

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