Villa Flora stellt Museumsbetrieb ein

Die Kulturinstitution wird Ende April 2014 ihre Tore schliessen. Damit reagiert sie auf den Entscheid der Stadtregierung, die Zusammenlegung von Villa Flora und dem Kunstverein Winterthur auf Eis zu legen.

Kunstliebhaber vor Exponaten: Besucher einer Ausstellung in der Villa Flora.

Kunstliebhaber vor Exponaten: Besucher einer Ausstellung in der Villa Flora. Bild: Wolfgang Straeuli

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Der Vorstand des Trägervereins Flora hat die Situation ausgiebig und fundiert analysiert, wie es in der Mitteilung heisst. Er sei zum Schluss gelangt, dass eine Weiterführung des bisherigen Museumsbetriebs unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich sei. Die Ausstellungstätigkeit werde deshalb Ende April 2014 «bis zu einer positiven Veränderung der Situation» eingestellt.

Der Winterthurer Stadtrat hatte Ende August die Weisung zum Zusammenschluss des Kunstvereins Winterthur mit der Villa Flora aus finanziellen Gründen sistiert. Die zuständige Parlamentskommission macht die Wiederaufnahme des Geschäfts vom Abschluss des städtischen Sparprogramms «effort 14» sowie von der Überarbeitung des Kulturleitbildes abhängig.

Nebst diesem politisch motivierten Entscheid komme für die Villa Flora erschwerend hinzu, dass der bisherige Subventionsvertrag mit der Stadt auf Ende 2013 auslaufe. Im Hinblick auf eine Fusion mit dem Kunstverein habe man keine Verlängerung vorgesehen, schreibt der Trägerverein.

Meisterwerke auf Europareise

Im Anschluss an die aktuelle Ausstellung mit Werken der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung («Bonnard, Vallotton, Vuillard im Bann des japanischen Holzschnitts») werden vom 19. Februar bis zum 27. April noch einmal Meisterwerke der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung zu sehen sein.

Anschliessend sollen die Werke der Sammlung in bedeutenden Museen Europas gezeigt werden, «um an diesen Orten für die Stadt Winterthur zu werben». Entsprechende Verhandlungen mit mehreren Häusern seien bereits im Gange und teils weit fortgeschritten, heisst es weiter.

Der Trägerverein will seine Aktivitäten während der Sistierung aufrechterhalten. Damit soll dokumentiert werden, dass er zusammen mit der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung «voll hinter dem Fusionsprojekt steht». (sda)

Erstellt: 26.11.2013, 14:41 Uhr

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