Volk stimmt über Limmattalbahn ab

Das Referendum gegen die Stadtbahn zwischen Altstetten und Killwangen ist heute Nachmittag eingereicht worden. Es kamen doppelt so viele Stimmen wie nötig zusammen.

Umstritten: So soll die Limmattalbahn bei der Kantonsschule in Urdorf vorbeifahren. (Visualisierung)

Umstritten: So soll die Limmattalbahn bei der Kantonsschule in Urdorf vorbeifahren. (Visualisierung) Bild: LTB

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Es sei ein Leichtes gewesen, die für ein Referendum notwendigen 3000 Unterschriften zu sammeln, sagen die Mitglieder des Komitees «Eine halbe Milliarde für die Limmattalbahn?». Sie haben heute Nachmittag der Direktion der Justiz und des Inneren die Referendumsbögen mit 6600 Unterschriften überreicht.

Damit kommt es im Kanton Zürich voraussichtlich Ende Jahr zur Volksabstimmung über die geplante Stadtbahn zwischen Zürich-Altstetten und dem Bahnhof Killwangen im Aargau. Das Referendumskomitee fordert insbesondere die Stadträte von Dietikon und Schlieren auf, im Abstimmungskampf auch die Gegner der Stadtbahn ernst zu nehmen. Sie finden die Limmattalbahn unnötig, zu teuer und zu unflexibel und sind der Meinung, dass der Ausbau des Busnetzes mehr Sinn machen würde.

Auch 1500 Unterschriften aus der Stadt

Die gesetzlich vorgeschriebene Zahl von 3000 Unterschriften kam allein in Dietikon und Schlieren zusammen. Dazu kommen 1000 Unterschriften aus den übrigen Gemeinden des Bezirks Dietikon und 1500 aus der Stadt Zürich. Weitere 1000 Unterschriften kommen aus dem Rest des Kantons.

Die Gesamtkosten für die Planung und den Bau der Limmattalbahn sind auf 755 Millionen Franken veranschlagt. Auf Zürich entfallen 510 Millionen Franken, auf den Aargau 178 Millionen Franken. Der Bund wird im Rahmen seiner Agglomerationsprogramme gut ein Drittel der Kosten übernehmen. Beide Kantonsparlamente haben sich mit nur wenigen Gegenstimmen für das Projekt ausgesprochen.

Erstellt: 26.05.2015, 17:08 Uhr

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