Vor dem Gewitter baden? Wenn, dann in Flaach.

Es blitzt nicht überall im Kanton Zürich gleich oft. Diese Tatsachen gilt es zu wissen.

Im Sendeturm auf dem Uetliberg schlägt der Blitz besonders häufig ein, wie an jenem frühen Morgen im August 2010.

Im Sendeturm auf dem Uetliberg schlägt der Blitz besonders häufig ein, wie an jenem frühen Morgen im August 2010. Bild: Alessandro Della Bella

Augenblicke zuvor waren wir noch gemütlich im grossen Weidling vor Uerikon auf dem Zürichsee gerudert. Dass die Wolken am Himmel immer dunkler wurden, ist uns schon aufgefallen. Und dass es im Gebiet der Innerschweiz bereits gewittert, auch. Wir sahen die Blitze zucken und viel später den Donner rollen. «Das dauert noch, bis es da ist», sagten wir uns. Zumal uns auch alle Apps einen gewitterlosen Nachmittag versprochen hatten.

Doch dann sagte jemand: «Schaut, die Haare». Allen im Boot standen sie in alle Richtungen vom Kopf ab. Genau so, wie wir es vom Besuch im Technorama in Winterthur kannten, als wir den Van-de-Graaf-Generator berührten. Vorbei war die innere Ruhe, das Gewitter war näher als wir dachten. Noch nie waren wir so schnell gerudert.

Für heute Abend haben Meteorologen über Zürich Gewitter angesagt. Wenn sich also Ihre Haare aufstellen, ist das ein klarer Vorbote eines Blitzeinschlages. Genau so, wie ein Kribbeln auf der Haut oder ein Knistern in der Luft. Dann heisst es: So schnell wie möglich in Sicherheit bringen. Es sind alles Zeichen der elektrischen Aufladung, der Blitz sucht sich dann einen Ladungsausgleich im späteren Blitzkanal.

Doch die Gefahr ist längst nicht überall in und um Zürich gleich gross. Meteorologe Alexander Giordano erklärt, warum.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.08.2017, 10:49 Uhr

Alexander Giordano ist Meteorologe bei MeteoSchweiz. (Bild: PD)

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