WEF-Flüge direkt nach Dübendorf

Prominente Ausländer sollen für das WEF künftig direkt über Dübendorf in die Schweiz einreisen. SP, Grüne, Grünliberale und BDP kritisieren diese Pläne als «Türöffner» für die zivile Nutzung des Flugplatzes.

Abstellplatz für private Jets: Flieger und Militärfahrzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. (Archivbild 2009)

Abstellplatz für private Jets: Flieger und Militärfahrzeug auf dem Flugplatz Dübendorf. (Archivbild 2009) Bild: Keystone

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Jedes Jahr während des Weltwirtschaftsforums in Davos fliegen rund dreissig Privat- und Geschäftsflieger leer von Zürich nach Dübendorf und zurück. Grund für die Leerflüge: Die Passagiere müssen in Zürich durch Zoll- und Sicherheitskontrolle; um die Flugzeuge während des WEF in Zürich parkiert zu lassen, fehlt aber der Platz.

Mit der Hin- und Herfliegerei soll ab 2015 Schluss sein, so hofft das Konsortium Aero Suisse. Ab dann sollen die WEF-Flugzeuge direkt in Dübendorf landen, die Passagiere sollen auch dort durch die Kontrollen.

«Bevölkerung wird zweiten Flughafen nicht akzeptieren»

Das Vorhaben stösst in der Umgebung des Militärflugplatzes allerdings auf Besorgnis und Widerstand. Denn für Aero-Suisse-Vizepräsident Dieter Neupert sind die WEF-Flüge nach Dübendorf eine gute Gelegenheit zu beweisen, dass die Zivilfliegerei in Dübendorf möglich und willkommen ist.

SP, Grüne, Grünliberale und BDP hielten heute in einer Fraktionserklärung im Kantonsrat fest, die Bevölkerung im Glattal sei heute schon stark lärmbelastet: «Sie wird einen zweiten zivilen Flughafen in der Region nicht akzeptieren.» WEF-Flüge dürften kein «Türöffner» für eine zivile Nutzung des Militärflugplatzes sein. Die vier Parteien fordern den Regierungsrat auf, sein Mitspracherecht zu nutzen und sich gegen «solche Spielchen» auszusprechen.

Erstellt: 27.01.2014, 18:01 Uhr

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