Warum die NYT-Journalistin nach Zürich kam

Der Artikel in der «New York Times» führte zu einer heissen Debatte. Auf Tagesanzeiger.ch und bei der FDP. Gemeldet hat sich auch die Journalistin.

Die NYT-Journalistin suchte in Zürich die Balance zwischen allen Verkehrsteilnehmern: Szene zwischen Auto, Fussgänger und Tram an der Bahnhofstrasse.

Die NYT-Journalistin suchte in Zürich die Balance zwischen allen Verkehrsteilnehmern: Szene zwischen Auto, Fussgänger und Tram an der Bahnhofstrasse. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zwischen Zürich und New York liegen Welten. Der Verkehr beschäftigt im Big Apple aber genauso wie in der Little Big City. Über 500-mal wurde in der «New York Times» der Artikel «Autofahrer ärgern ist in Europa urbane Politik» kommentiert, der den autozentrierten US-Ansatz mit dem europäischer Städte verglich.

Auf den prominenten Auftritt der Zürcher Verkehrspolitik reagierten gestern auch Leser von Tagesanzeiger.ch/ Newsnetz. Die Meinungen prallten in den über 100 Kommentaren heftig aufeinander. Die Kernaussagen der beiden Lager: «Zürich ist ein elendes Pflaster für Autofahrer» und auf der anderen Seite «Autofahrer quälen die Stadtbewohner».

Journalistin suchte in Zürich Lebensqualität

In die Diskussion eingeschaltet hat sich auch die FDP. In einer Mitteilung forderte sie weniger Baustellen und mehr Verkehrsfluss auf den Hauptachsen. Dass die Verwaltung durch Ideologie dominiert wird, leitet die FDP aus einer Artikelpassage mit Zürichs Verkehrsplaner Andy Fellmann ab. Diese Passage aber – Fellmann lächelt darin am Löwenplatz über den stockenden Verkehr – gebe das Treffen nur rudimentär wieder, sagte am Sonntag Tiefbauamt-Sprecher Pio Marzolini.

Das bestätigte gestern auch die NYT-Journalistin. Sie habe Fellmanns Lächeln als Zeichen verstanden, dass die angestrebte Balance zwischen den Verkehrsteilnehmern geglückt sei. Doch dies komme wegen Kürzungen des Textes missverständlich daher. Nach Zürich sei sie gekommen, schreibt Elisabeth Rosenthal, weil sie ein Beispiel für eine Verkehrspolitik gesucht habe, welche die Lebensqualität in Städten verbessere, indem sie die Dominanz der Autos zurückbinde. Das Spazieren durch Zürich habe sie genossen und diese Freiheit nach ihrer Rückkehr in New York vermisst.

Erstellt: 05.07.2011, 07:14 Uhr

Artikel zum Thema

«Autofahrer ärgern ist in Europa urbane Politik»

Grosser Auftritt der Stadtzürcher Verkehrspolitik in den USA. Die «New York Times» schreibt, die Behörden würden Überstunden schieben, um Autofahrer zu quälen. Das hat zu reden gegeben. Mehr...

Parkplatzstreit: Freispruch für den Stadtrat

Der Zürcher Gemeinderat hat dem Untersuchungsbericht zum Parkierungskonzept mit grossem Mehr zugestimmt. Die Debatte zeigte: In der Verkehrspolitik sind die Fronten so verhärtet wie eh und je. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Grosser Sammelspass für die ganze Familie

Perfekt für kalte Wintertage: Bei jedem Einkauf Marken sammeln und gegen exklusive «Disney Winterzauber»-Prämien von Coop eintauschen!

Kommentare

Blogs

Mamablog Nehmt euch Zeit fürs Kranksein!

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Weisse Pracht: Schneebedeckte Chalet-Dächer in Bellwald. (18. November 2019)
(Bild: Jean-Christophe Bott) Mehr...