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Was beim Dreamliner überrascht

Heute ist zum ersten Mal eine Boeing 787 am Flughafen Zürich gelandet. Ein Experte sagt, was den Dreamliner auszeichnet. Und Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt den Blick ins Cockpit.

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Zürich hat erneut eine Flugzeugpremiere erlebt: Zum ersten Mal ist das neue Boeing-Flaggschiff, der sogenannte Dreamliner, aus Doha (Katar) kommend in der Schweiz gelandet. Äusserlich fällt die Boeing 787 zwar nicht so sehr auf wie ein Airbus A380, weil sie sich in die Grössenordnung eines A330 einreiht. Speziell sind ihre Baumaterialien und die inneren Werte. Beim Eintreten ins Flugzeug fällt schon einmal auf, dass die Beleuchtung anders ist: Anstatt einem einzigen Neonton gibt es über 20 verschiedene Farbtöne, und diese in verschiedenen Helligkeiten.

Wir begeben uns zuerst in die Business Class, wo jeder Passagier sein eigenes Abteil hat – inklusive Bildschirm, Seitentischchen und sogar einem Schuhfach. Die Sitze können zu einem flachen Bett umfunktioniert werden. Erstaunt sehen wir zu, wie die stets freundlich lächelnde Flight-Attendant per Fernbedienung die Fenster verdunkelt, die 30 Prozent höher sind als diejenigen vergleichbarer Flugzeuge. Die guten alten Blenden zum Herunterziehen sind Vergangenheit in der Boeing 787. Vor UV-Strahlung ist der Passagier ebenfalls hundertprozentig geschützt – egal, wie stark die Fenster verdunkelt sind.

Grösser als bisher sind auch die Gepäckfächer: Dies ist möglich, weil die Decke der Passagierkabine einiges höher ist. Ein grösserer Rollkoffer passt so problemlos ins Fach über dem Sitz.

Angenehmere Luft

Der Qatar-Dreamliner ist zudem von seiner Art weltweit der erste mit Internetanbindung, mit der die Passagiere via WLAN oder GSM-Telefonie Text- und MMS-Nachrichten versenden können. Jeder Sitz verfügt über Anschlüsse für USB, MP3, Ladegeräte sowie eine Steckdose für den Laptop.

Ein Klassiker beim Fliegen ist bekanntlich die staubtrockene Luft, unter der fast jeder Flugpassagier leidet – besonders auf Langstreckenflügen. Die Folgen sind ausgetrocknete Augen und Schleimhäute und ein unbändiger Durst, manchmal auch Kopfweh. Kommt hinzu, dass die Belüftungssysteme regelrechte Virenschleudern sind. Im Dreamliner wird nun frische Luft von draussen ins Flugzeug geschleust. Ein spezieller Filter macht Bakterien, Viren und Pilzen den Garaus, und die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls höher als in anderen Flugzeugen. «Es ist sehr angenehm, in der 787 zu arbeiten», sagt besagte Flugbegleiterin gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Neuartige Baumaterialien

Als wir auf der Seite des Flugzeugs eine metallene Treppe hinuntersteigen, ist uns kaum bewusst, dass das Flugzeug nicht aus Aluminium besteht wie andere Flugzeuge. Die Boeing 787 ist grösstenteils aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gebaut. Deshalb ist sie leichter als Flugzeuge ihrer Grössenordnung wie etwa der Airbus A330. Und so verbraucht der Dreamliner auch deutlich weniger Treibstoff als vergleichbare Flugzeugtypen.

Wir spazieren um den Dreamliner herum und mustern ihn von allen Seiten. Bei den Triebwerken fällt uns auf, dass ihre hinteren Enden eine Zickzacklinie aufweisen. Diese sorgt für eine andere Verteilung des Lärms. Weil die Triebwerke zudem sehr leistungsfähig sind, kann die Maschine nach dem Start schneller steigen, und dies führt zu einem kleineren Lärmteppich. Das heisst, die Fläche des am Boden hörbaren Lärms wird kleiner. Ohnehin ist die B787 ähnlich leise wie der A380. Für das menschliche Hörempfinden ist der Dreamliner etwa halb so laut wie der A330.

Erstellt: 14.01.2013, 15:40 Uhr

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Blick ins Cockpit des Dreamliners

Blick ins Cockpit des Dreamliners Erstmals ist eine Boeing 787 am Flughafen Zürich gelandet. Die Maschine birgt innen und aussen Überraschungen.

Der erste Start des Dreamliners in Zürich (14. Januar 2013). Video: Jan Derrer.

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