«Wasserflaschen verbieten und das Militär!»

Bundesrat Ueli Maurer traf heute die Zürcher Bevölkerung, «unsere Chefs», wie er sagt. Acht von ihnen sagen im Video, was Sie tun würden, wenn sie das tatsächlich wären.

Mehr Lohn für Coiffeusen, ein Wasserflaschen- und ein Militärverbot: Die Ideen der Zürcherinnen und Zürcher sind vielfältig und überraschend. (Video: Lea Blum)

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Der Bundesrat hielt seine Sitzung heute ausnahmsweise nicht im Bundeshaus in Bern ab, sondern im Zürcher Landesmuseum. Und lud die Zürcher Bevölkerung zum Apéro. «Da treffen wir unsere Chefs», sagte Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) am Morgen. Wir haben Zürcherinnen und Zürcher gefragt, was sie tun würden, wenn Sie tatsächlich für einen Tag Bundesrat wären.

Bundesrat auf «Tour de Suisse»

Bereits zum 14. Mal tagt der Bundesrat «extra muros», also ausserhalb der Mauern. Ein Begriff, der Ueli Maurer nicht behagt: «Das bedeutet ja, dass wir sonst hinter Mauern sitzen.» Für ihn sei es vielmehr eine Tour de Suisse, bei welcher der Austausch mit den Regionen gepflegt werde. Rund 150 Zürcherinnen und Zürcher nutzten die Gelegenheit im Landesmuseum, um beim Apéro einige Worte mit einem Bundesrat wechseln zu können.

Dass der Bundesrat mit dem Zug anreisen und quer durch die Zürcher Bahnhofshalle gehen kann, ist für Maurer aussergewöhnlich. «Wohl in keinem anderen Land ist das möglich. Das ist eine Qualität der Schweiz», sagte er vor der Sitzung.

Maurer selbst hatte Zürich als Ort für die diesjährige Sitzung ausgewählt. «Ich hatte ja keine Bundespräsidenten-Feier. Das ist etwas die Kompensation dafür.» Zudem dürfe man ruhig auch mal wieder sagen, dass «ohne Zürich in der Schweiz nicht viel geht». Zürcher hätten aber oft das Gefühl, sie würden zugunsten von ärmeren Kantonen benachteiligt.

Ein Riesen-Tirggel für Ueli Maurer

«Wir wissen, dass wir vielerorts Ablehnung auslösen und es einen Anti-Zürich-Reflex gibt», sagte die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh (FDP). Dabei habe Zürich so viel zu bieten, nicht nur als Beitragszahler in den Finanzausgleich.

Für Maurers Liebeserklärung an den bevölkerungsreichsten Kanton schenkte ihm Walker Späh eine Freitag-Tasche in Blau-Weiss voller regionaler Spezialitäten. Für zusätzliche Energie erhielt Maurer einen riesigen Tirggel, ein traditionelles Honiggebäck, das in jedes Zürcher Samichlaus-Säckli gehört. (lop/sda)

Erstellt: 15.05.2019, 14:03 Uhr

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