Webers Skulpturenpark schliesst im Herbst

Der Bruno-Weber-Park in Dietikon kann nicht weiterbetrieben werden. Es fehlt an Geld.

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Gekriselt hat es schon lange im Skulpturenpark oberhalb von Spreitenbach und Dietikon. Gestern nun teilte die kommissarische Stiftungsrätin, Brigitte Bitterli, den Medien mit, dass der Park am 20. Oktober seine Pforten schliesse und bis auf weiteres geschlossen bleibe. Denn es fehle das Geld für dringend notwendige Sanierungen.

Der Park mit den fantasievollen Figuren des vor drei Jahren verstorbenen Künstlers Bruno Weber zieht zwar jährlich über 20'000 Besucher an. Doch reiche dies nicht, um die laufenden Kosten und die notwendigen Investitionen zu tragen, heisst es in der Mitteilung.

Gönner und Spender finden

Auch «erhebliche strukturelle Schwierigkeiten» machen einen weiteren Betrieb unmöglich. Diese bestehen vor allem in der nicht geklärten Abgrenzung zwischen der Stiftung und der Künstlerwitwe. Nicht zuletzt wegen dieser Unstimmigkeiten sind in den vergangenen Monaten verschiedene Sponsoren und Gönner abgesprungen. Stiftungszweck ist, das Werk Webers zu erhalten, zu dokumentieren und zu komplettieren.

Im Februar dieses Jahres hatte sich der siebenköpfige Stiftungsrat in corpore zurückgezogen, wodurch die Stiftungsaufsicht tätig werden musste. Diese stellte nun fest, dass nicht genügend Rücklagen bestehen, um die Sanierung der Skulpturen und des Bauwerks zu finanzieren. Laut dem zuständigen Sanierungsberater fehlen der Stiftung für die nächsten fünf Jahre 1,5 bis 2,3 Millionen Franken, falls der Park offen bleibt. Dieser Investitionsbedarf übersteige den zu erwirtschaftenden Ertrag derzeit bei weitem.

Maria Anna Weber sagt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, dass die Anstrengungen zur Sanierung des Parks weiterlaufen würden. Diese sei aber nur möglich, wenn man neue Gönner und Spender finde.

Erstellt: 23.08.2014, 07:44 Uhr

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