Weder Girod noch Noser

Im Kampf um den zweiten Zürcher Sitz im Ständerat konnten sich die Grünliberalen nicht für einen Kandidaten entscheiden. Anders machen es die Jungen Grünliberalen.

Für die Grünliberalen ist Girod (l.) zu wenig wirtschaftsfreundlich und Noser zu wenig grün.

Für die Grünliberalen ist Girod (l.) zu wenig wirtschaftsfreundlich und Noser zu wenig grün. Bild: Keystone

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Leider komme keiner der noch im Rennen verbliebenen Ständeratskandidaten in die Nähe eines für die grünliberalen unterstützungswürdigen Profils, teilen die Grünliberalen am Mittwoch mit. Deshalb habe der Vorstand am Dienstagabend beschlossen, für den zweiten Wahlgang keinen der Kandidaten zur Wahl zu empfehlen.

Martin Bäumle, GLP-Präsident der Schweiz, hatte in seinem Wahlkampf für den Ständerat stets betont, er würde als Ständerat am liebsten mit Ruedi Noser zusammenarbeiten. Nun kommt von Bäumles Partei also keine Unterstützung für den Favoriten des zweiten Wahlgangs. Parteipräsident Thomas Maier sagt auf Anfrage, dass sich die Partei im Dilemma befunden habe – die Ausgangslage sei ja der Grund, warum es überhaupt die GLP gebe. Die FDP, Nosers Partei, würde bezüglich grüner Politik diametral den Positionen der Grünliberalen widersprechen.

Die Grünen mit Spitzenpolitiker Bastien Girod dagegen würden mit ihren Wirtschaftsanliegen konsequent gegen die Interessen der GLP politisieren. Aus diesem Grund habe man keine Wahlempfehlung ausgesprochen.

Energiewende gab den Ausschlag

Die Jungen Grünliberalen dagegen unterstützen Bastien Girod im Wahlkampf für den zweiten Zürcher Ständeratssitz. Der Vorstand hat dies bereits am Montag beschlossen. Vor allem die Energiewende, für die Girod einsteht, habe den Ausschlag gegeben, sagt Co-Präsident Felix Huber. Im neuen Parlament hätten die grünen Anliegen einen schweren Stand, deshalb die Unterstützung. Huber verhehlt aber nicht, dass Girod bezüglich Wirtschaftspolitik nicht auf der Linie der Jungen Grünliberalen liege.

Von einem Knatsch zwischen Jung- und Mutterpartei wollen aber beide Angefragten nichts wissen. Man habe in diesem Punkt einfache andere Ansichten, sagt Maier. Einig sind sich die beiden bezüglich des dritten Kandidaten, Hans Ueli-Vogt von der SVP. Weder mit seiner Haltung zur Wirtschaft noch zur Ökologie entspreche er den Vorstellungen der Partei.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.10.2015, 11:25 Uhr

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