Weltrekord in der Todeskugel

Hochseilartist Freddy Nock kreiste zusammen mit sechs anderen Motorradfahrern gleichzeitig in einer Todeskugel: Weltrekord.

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Punkt 11.36 Uhr war es in der Messe Oerlikon so weit, die Töfffahrer Nummer 5, 6, und 7 begannen am Boden mit ihren Motorrädern vorwärts und rückwärts zu schaukeln. Dann gaben sie gemeinsam Gas und reihten sich im unteren Teil der Todeskugel ein. Die Fahrer 1 bis 4 kreisten bereits rund um die 4,90 Meter grosse Stahlkugel – dort, wo bei der Weltkugel der Äquator liegt. Nach 30 Sekunden ohrenbetäubendem Geknatter war der Weltrekord erreicht! Bisher war Hochseilartist Freddy Nock bloss mit fünf anderen Fahrern gleichzeitig in der Todeskugel unterwegs.

Das Spezielle an diesem Weltrekord: Ausser Nock, der sich berufsmässig am Limit bewegt, waren die sechs anderen Fahrer alles Laien. Nock hat in einem speziellen Casting aus 150 «Wahnsinnigen» die besten 13 ausgelesen und mit ihnen zwei Monate lang trainiert. Zwei Frauen mussten im letzten Moment über die Klinge springen. Nocks Hauptkriterium: «Sie müssen Nerven wie Drahtseile haben.»

50 Zentimeter Abstand

Der Weltrekordversuch, der heute Donnerstag im Rahmen der Motorradausstellung Swiss-Moto stattfand, hat fast mehr mit Präzision als mit reiner Akrobatik zu tun. Damit sieben Motorräder – kleine Benzin-Motocross-Maschinen – gleichzeitig in der Kugel Platz haben, müssen sie mit einem Abstand von bloss 50 Zentimetern hintereinander her fahren. Zuerst begannen drei Fahrer, die sich gleichzeitig oben am Äquator einordneten, dann schlängelte sich Nock als Vierter oben ein.

Um neue Fahrer in die Kugel zu lassen, musste immer eine Türe geöffnet werden. Die Fahrer 5,6, und 7, die im unteren Teil der Kugel fahren, haben den schwierigsten Job. «Wenn wir nur ein klein wenig zu hoch geraten, stürzen die oberen Fahrer», sagte Thomas Stadelmann aus Brütten, der bei der Kantonspolizei für Gefangenentransporte zuständig ist. Sein Tipp ans Publikum: «Fahrt anständig, dann gibts keine Bussen.»

Eins kann man jetzt schon sagen: Einen Weltrekord mit acht Töfffahrern dürfte nicht mal Freddy Nock schaffen. Dafür hats in der Kugel schlicht zu wenig Platz.

Erstellt: 20.02.2014, 14:27 Uhr

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Hundefriedhof der Azteken entdeckt

Entdeckt wurden die Hunde unter einem Gebäude, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilt. Die Tiere hatten bei den Azteken, den Ureinwohnern Mexikos, grosse religiöse und symbolische Bedeutung.

Bislang waren die Überreste von Hunden nur vereinzelt und meist als Gabe in Gräbern von Menschen gefunden worden. Es sei das erste Mal, dass man eine grössere Gruppe nur von beigesetzten Hunden – insgesamt handelt es sich um zwölf Tiere – an einem Ort gefunden habe.

Ein besonderer Fund

«Das ist definitiv ein besonderer Fund, sowohl was die Zahl der Tiere betrifft als auch die Tatsache, dass wir keine Verbindung zu einem Gebäude oder zu einem Verstorbenen gefunden haben», sagt Archäologe Rocio Morales Sanchez.

Die Azteken glaubten, dass Hunde die Seelen Verstorbener in ein neues Leben führen und Gebäude beschützen könnten, wenn man sie darunter begräbt. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden die Hunde zwischen 1350 und 1520 begraben, also zur Blütezeit des Aztekenreichs. Die Herrschaft der Azteken begann im 14. Jahrhundert und endete mit ihrer Unterwerfung durch die Truppen des spanischen Eroberers Hernán Cortés im Jahre 1521. (sda/Reuters)

Das Video vom gelungenen Weltrekord.

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