Wenn sich der Stadtrat beim kleinen Mann bedankt

Bisher erhielten nur die besten Steuerzahler Zürichs eine Dankeskarte vom Finanzvorsteher. Das will Daniel Leupi nun ändern.

100 zufällig ausgewählte Steuerzahler erhalten Post von ihm: Stadtrat Daniel Leupi (Grüne).

100 zufällig ausgewählte Steuerzahler erhalten Post von ihm: Stadtrat Daniel Leupi (Grüne). Bild: Keystone

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Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) wirft eine Tradition von Martin Vollenwyder (FDP) über den Haufen. Leupis Vorgänger bedankte sich schriftlich bei den zahlungskräftigsten Firmen und Steuerzahlern der Stadt Zürich. Er verschickte dazu pro Jahr 200 Briefe. Der amtierende Finanzvorsteher verdoppelt nun diese Zahl: Heuer erhalten auch je 100 zufällig ausgewählte Person und Firmen stadträtliche Post – signiert von Daniel Leupi, Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) und dem Chef des Steueramtes. Das schreibt «Der Landbote».

Damit reagiert Daniel Leupi auf immer wiederkehrende Kritik an Vollenwyders Praxis. So reichte etwa Jacqueline Badran (SP) 2011 ein Postulat ein. Gemeinsam mit den Grünen verlangten die Sozialdemokraten, der stadträtliche Dank gebühre entweder auch den Normalzahlern oder aber gar niemandem.

Die 200 neuen Empfänger werden per Zufallsgenerator von einem Computer ausgewählt. Das Steueramt nimmt dann eine stichprobenartige Überprüfung der Adressen vor. So soll verhindert werden, dass schlechte Zahler eine Dankeskarte erhalten. Die beiden Stadträte werden die Post an den Parlamentssitzungen anlässlich der Budgetdebatten unterschreiben.

(pia)

Erstellt: 14.11.2013, 08:23 Uhr

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