Widmer-Schlumpf: «Bashing gegen Zürich»

Der Kanton Zürich und Eveline Widmer-Schlumpf haben eine Gemeinsamkeit: Beide erleben Bashings, wie die Bundesrätin sagt.

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Der Kanton Zürich und sie selber seien bevorzugte «Bashing»- Ziele, wie die Bündnerin am Freitag an einer Rede in der Alten Börse in Zürich erklärte.

Dem «Zürich-Bashing» sei sie das erste Mal während ihres Jus- Studiums in Zürich begegnet, sagte sie laut Redetext vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich. Die Gründe für die Kritik am Kanton Zürich seien wohl grösstenteils Neid und Missgunst.

Politiker-Bashing ihm Lohn enthalten

In den letzten Monaten habe sie nun selber einige Erfahrungen in Sachen «Bashing» machen müssen. Ungerecht behandelt fühlt sie sich aber nicht. Das «Politiker-Bashing» ist laut Widmer-Schlumpf in ihrem Bundesratssalär inbegriffen.

In der Rede der Bundesrätin erhielten die Zuhörer einen Überblick über die Arbeit im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement. Zudem äusserte sich die Politikerin zur aktuellen Finanzmarktkrise.

Finanzkrise keine direkte Wirkung

Laut Widmer-Schlumpf haben die Ereignisse in den USA keine direkten Auswirkungen auf die Schweizer Volkswirtschaft, zumindest bis jetzt nicht. Die Schweizer Banken seien mit ausreichend Aktienkapital ausgestattet und die UBS habe rechzeitig ihre Kapitalausstattung verstärkt.

Zudem seien die Notenbanken weiterhin bereit, die Märkte mit genügend Liquidität zu versorgen. Allerdings, so Widmer-Schlumpf, müssten die Schweizer Banken aus der Krise lernen und in Zukunft mit verstärkten Regulierungen rechnen. Insbesondere was Eigenmittel, die Risikobewirtschaftung sowie die Anreizsysteme betreffe. (ep/sda)

Erstellt: 19.09.2008, 17:17 Uhr

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