Wie es mit dem Asylzentrum in Zürich weitergeht

Das Ja zum neuen Asylgesetz schafft die Rechtsgrundlage für das Bundes-Asylzentrum in Zürich West. Der Zeitplan ist straff.

Heute eine Industriebrache: Das Duttweiler-Areal neben dem Toni-Areal (rechts) dient derzeit der Stadt als Depot.

Heute eine Industriebrache: Das Duttweiler-Areal neben dem Toni-Areal (rechts) dient derzeit der Stadt als Depot. Bild: Sophie Stieger

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Mit der deutlichen Zustimmung von 78,4 Prozent zum neuen Asylgesetz soll das neue Testzentrum für 500 Asylsuchende auf dem Duttweiler-Areal Anfang 2014 kommen. Es ändert sich gemäss Sozialdepartement von Stadtrat Martin Waser nichts am Ziel, die Einrichtung im kommenden Januar zu eröffnen.

Trotz Pionierrolle und Finanzierung durch den Bund: «Es gibt ein normales Bauverfahren, gegen das die üblichen Rechtsmittel möglich sind», sagt Departementssprecher Thomas Meier. Rekursberechtigt sind demnach die direkten Nachbarn. Details zum Bauverfahren will das Sozialdepartement vor den Sommerferien bekannt geben.

Stadt spart, doch Bürgerliche opponieren

Bauen wird das Zentrum die Stadt Zürich, der das Duttweiler-Areal gleich neben dem Toni-Aeal gehört. Noch diesen Sommer werden dort 5000 Studierende der Zürcher Hochschule der Künste einziehen. Wie die Stadt im Februar bekannt gegeben hat, übernimmt der Bund die Betriebs- und Gesundheitskosten sowie die Kosten für die Beschäftigungsprogramme für die Asylsuchenden. Zudem sorgt er für die Sicherheit innerhalb und ausserhalb des Zentrums.

Damit kann die Stadt Zürich eine Million Franken im Asylwesen sparen. Denn Zürich muss zwar wie bisher 1900 Asylsuchende aufnehmen, aber für 500 von ihnen keinen Wohnraum mehr suchen.

SP und Grüne haben am Sonntag zwar gegen das neue Asylgesetzt gestimmt. Sie begrüssen aber das Zentrum und dass Zürich im Asylbereich mehr Verantwortung übernimmt. Ganz anders die SVP der Stadt Zürich: Sie hat für die Verschärfung des Asylgesetzes gestimmt, kritisiert aber dessen direkte Auswirkung: das Testzentrum in Zürich. Zusammen mit der FDP ärgert sie sich über den Standort mitten in der City. «Solch grosse Asylzentren gehören nicht in Innenstädte, sondern an abgelegene Orte», so der Tenor.

Erstellt: 10.06.2013, 11:56 Uhr

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