«Wir haben die Front der Glattalbahn optisch verändert»

Die Glattalbahn ist unfallanfällig. Das zeigte die schwere Kollision eines Lastwagens mit dem Tram. Bei den Verkehrsbetrieben Glattal lief bezüglich Sicherheit eine Frist ab.

Schwerer Unfall in Dübendorf: Ein Lastwagen kollidiert mit der Glattalbahn.

Schwerer Unfall in Dübendorf: Ein Lastwagen kollidiert mit der Glattalbahn. Bild: Markus Heinzer, newspictures

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Frau Piazza, wie hoch ist der Schaden, welchen der Unfall am Dienstagnachmittag an der Glattalbahn und den Gleisen verursacht hat?
Für die Infrastruktur und deren Reparatur sind die Verkehrsbetriebe Glattal zuständig. Diese Kosten schätzen wir auf gegen 100'000 Franken. Die Schäden am Fahrzeug werden durch die Verkehrsbetriebe Zürich übernommen. Diese Kosten können erst nach einer näheren Untersuchung beziffert werden.

Nach einer anhaltenden Serie von zum Teil schweren Unfällen sollten grüne Markierungen die Sicherheit erhöhen. Auf einer solchen Markierung geschah der Unfall am Dienstag. Wie schätzen die Verkehrsbetriebe Glattal die Wirksamkeit dieser Massnahme ein?
Das waren nicht die ersten Massnahmen, die im Juli 2013 umgesetzt wurden. Neben der Einfärbung der Trassees zur Erhöhung der Aufmerksamkeit an drei Orten wurden auch LED-Hinweisleuchten angebracht. Weiter haben wir die Front der Glattalbahn-Cobras optisch verändert, damit sie besser sichtbar sind. Zudem wurde eine zweite Sensibilisierungskampagne durchgeführt. Um die Wirksamkeit dieser Massnahmen zu bestimmen, ist ein Beobachtungszeitraum von zehn Monaten bestimmt worden. Dieser Zeitraum endet heute Mittwoch. Nun werden die Daten ausgewertet.

Fliessen die Erkenntnisse des Unfalls vom Dienstagnachmittag noch mit ein?
Selbstverständlich.

Welche Signalisation zeigt an der Unfallstelle an, dass die Bahn an diesem Ort durchfährt?
Es hat ein Rotlicht und zusätzlich ein Signal, welches die fahrende Bahn anzeigt.

Ist diese Signalisation ausreichend?
Das wird die Auswertung der Daten zeigen.

Beim Unfall gab es keine Schwerverletzten. Die Kollision mit dem Lastwagen hätte jedoch tragisch enden können. Es hat bereits Todesfälle gegeben. Wie geht es weiter punkto Sicherheit der Glattalbahn? In etwa zwei Monaten werden die Daten aus der Beobachtungsphase ausgewertet sein. Dann wird entschieden, wie es weitergeht. Und natürlich auch entsprechend informiert.

Erstellt: 30.04.2014, 16:34 Uhr

Katrin Piazza, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Glattal. (Bild: zvg)

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