Wo die günstigsten Einfamilienhäuser stehen

Wer im Kanton Zürich ein preiswertes Eigenheim kaufen will, muss gar nicht erst in Zürich suchen.

Prozentual am teuersten sind die Häuser wohl in Küsnacht, wo 42 Prozent der Eigenheime über 3 Millionen Franken kosten. Bild/Bearbeitung: Urs Jaudas

Prozentual am teuersten sind die Häuser wohl in Küsnacht, wo 42 Prozent der Eigenheime über 3 Millionen Franken kosten. Bild/Bearbeitung: Urs Jaudas

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Winterthur stehen die günstigsten Einfamilienhäuser. In der Stadt Zürich dagegen gibt es gerade mal 200 Häuser, die unter einer Million Franken bewertet sind. Dies ist der Befund einer von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) durchgeführten und heute Mittwoch vorgestellten Studie. Die Erhebung zeigt, dass in Winterthur 3260 der total 7500 Häuser unter einer Million Franken bewertet sind. Grund für den hohen Anteil preiswerter Häuser in Winterthur soll nicht das generell tiefe Preisniveau sein, sondern der hohe Anteil an kleinen, meist alten Reiheneinfamilienhäusern mit Wohnflächen von rund 100 Quadratmetern.

Bereits mit deutlich weniger Objekten unter einer Million Franken folgen auf den Rängen zwei und drei die Gemeinden Rüti und Wetzikon mit 620 beziehungsweise 530 Einfamilienhäusern (von insgesamt 1300 Häusern in Rüti und 1710 Häusern in Wetzikon). In der Stadt Zürich sind zum Vergleich lediglich 200 Einfamilienhäuser unter einer Million Franken bewertet.

Zürich: 900 Häuser kosten über 3 Millionen

Die teuersten Einfamilienhäuser stehen nicht in den Seegemeinden, wo die meisten Häuser mit einem Marktwert von über drei Millionen Franken zu finden sind. Gemessen an der Anzahl der teuersten Objekte ist die Stadt Zürich führend.

Rund 900 der insgesamt 6700 Einfamilienhäuser haben ein Preisschild von über drei Millionen Franken. Auf Rang zwei folgt Küsnacht mit 605 Objekten über drei Millionen Franken, was 42 Prozent aller Einfamilienhäuser der Gemeinde entspricht.

Käufer erhalten also weniger für ihr Geld

Die Eigenheimpreise im Kanton Zürich sind im ersten Quartal 2018 um 2,3 Prozent gestiegen. Zwar seien die effektiv bezahlten Transaktionspreise konstant geblieben, allerdings wurden ältere Objekte gehandelt. Die Käufer erhielten also weniger für ihr Geld.

Der Index der ZKB kletterte auf breiter Front, am deutlichsten jedoch auf dem Land, wo besonders viele alte Einfamilienhäuser den Besitzer wechselten (2,7 Prozent). Für 2018 prognostiziert die ZKB schweizweit leicht rückläufige und im Kanton Zürich stabile Eigenheimpreise.


Geldtipp von Martin Spieler

Was passiert eigentlich im Todesfall mit dem Geld in der 3. Säule?


(sda/pu)

Erstellt: 11.04.2018, 10:48 Uhr

Artikel zum Thema

Hypothekarzinsen steigen spürbar an

Der Traum vom Eigenheim wird teurer. Die Zinsen für mittlere und lange Laufzeiten erreichen ein Zweijahreshoch. Mehr...

Hypotheken sind in Tranchen teurer

Über die Hälfte aller Immo-Besitzer teilen ihre Schulden auf. Das hat Folgen. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Kommentare

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Festival vereint die verschiedenen Kulturen des Landes: Eine Frau singt und tanzt bei einem Strassenfest in Südafrika in einem traditionellen Kleid. (14. Dezember 2018)
(Bild: Rajesh JANTILAL) Mehr...