Zürcher Spitäler haben Kosten im Griff

Die Schulthess-Klinik arbeitet am günstigsten. Am höchsten sind die Fallkosten im Kinderspital Zürich.

Arbeitet von den nichtuniversitären Spitälern mit 8198 Franken pro Normalfall am günstigsten: die Schulthess-Klinik.

Arbeitet von den nichtuniversitären Spitälern mit 8198 Franken pro Normalfall am günstigsten: die Schulthess-Klinik. Bild: Keystone

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Die durchschnittlichen Fallkosten in den Zürcher Spitälern sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Mit 8198 Franken arbeitete die Schulthess-Klinik am kostengünstigsten. Am höchsten waren die Fallkosten im Kinderspital Zürich.

Für den Fallkostenvergleich 2011 wurden 17 Zürcher Akutspitäler einbezogen, die zusammen 187'700 Fälle behandelt haben, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Der Vergleich wurde dabei zum zweiten Mal mit dem Patientenklassifizierungssystem SwissDRG durchgeführt.

Unterschied beträgt 35 Prozent

In den 14 nichtuniversitären Spitälern beliefen sich die Fallkosten auf durchschnittlich 8795 Franken. Sie lagen damit nur unwesentlich über dem Niveau des Vorjahres (8738 Franken). Die Spitäler hätten den Kostenanstieg infolge Personal- und Sachteuerung durch Einsparungen und Effizienzsteigerungen erfolgreich kompensieren können, heisst es in der Mitteilung.

Von den nichtuniversitären Spitälern arbeitete erstmals die Schulthess-Klinik mit 8198 Franken pro Normalfall am günstigsten. Knapp dahinter folgen das GZO Spital Wetzikon mit Fallkosten von 8251 Franken, das Kantonsspital Winterthur mit 8261 Franken und das Spital Limmattal mit 8277 Franken.

Um 20 Prozent höher waren die Fallkosten im Stadtspital Waid (9984 Franken) und im Paracelsus-Spital Richterswil (9960 Franken). 2010 hatte der Unterschied zwischen dem kostengünstigsten und dem teuersten Spital noch 35 Prozent betragen. Die Gesundheitsdirektion bezeichnet diese Entwicklung als erfreulich. Es zeige, dass effizienzsteigernde Massnahmen auch bei den teureren Spitälern Wirkung entfalteten.

Unversitätsspitäler deutlich teurer

Bei den drei universitären Spitälern lagen die Fallkosten im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 10'526 Franken. Der grosse Unterschied zu nichtuniversitären Spitälern begründet die Gesundheitsdirektion mit der «ungenauen Abbildung der Fallschwere von seltenen Fällen im SwissDRG-System» und der «Konzentration stark defizitärer Patienten in Universitätsspitälern am Ende der Versorgungskette».

Am kostengünstigsten bei den universitären Spitälern arbeitete die Uniklinik Balgrist mit Fallkosten von 9290 Franken. Im Universitätsspital Zürich beliefen sich die Kosten auf 10'517 Franken. Wie in den vergangenen Jahren am höchsten waren die Fallkosten im Kinderspital Zürich mit 12'279 Franken.

Seit 2005 publiziert

Im Vergleich zum schweizerischen Durchschnitt von 1,0 für den Normalfall lag der Schweregrad der Fälle in den Zürcher Spitälern bei 1,078. Die deutlich höhere Fallschwere zeige die grosse überregionale Bedeutung vor allem der universitären Spitäler bei besonders komplexen Behandlungen, heisst es in der Mitteilung.

Die Fallkosten der öffentlich subventionierten Akutspitäler des Kantons Zürich werden seit 2005 publiziert. Diese Transparenz habe mitgeholfen, das Kostenwachstum der Spitäler wirksam einzudämmen, ist die Gesundheitsdirektion überzeugt. (pia/sda)

Erstellt: 13.07.2012, 12:27 Uhr

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