Zürcher feierten mehrheitlich brav

Die Polizei zieht eine positive Bilanz der Silvesternacht – trotz diverser blutiger Streitereien – unter anderem in einem VBZ-Bus.

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Die Kantonspolizei wendet sich in einer Medienmitteilung ans Volk: Kompliment an die Zürcherinnen und Zürcher. «Durch ihr Verhalten konnte der grösste Teil der Menschen im Kanton einen schönen Silvester geniessen». Dann folgt der Arbeitsrapport: 15 Meldungen wegen Ruhestörung, 13 Meldungen wegen Unfugs (meist durch Jugendliche begangen), 11 Meldungen wegen Streitigkeiten (meist durch Alkoholkonsum hervorgerufen), 9 Meldungen wegen Trunkenheit («die Polizei wurde gerufen, weil stark alkoholisierte Personen herumlagen»), 7 Meldungen wegen Fahren eines Motorfahrzeugs in nicht fahrfähigem Zustand, 3-mal kleine Brände.

Trüber sieht die Bilanz der Kollegen von der Stadtpolizei aus. Der Silvesterzauber rund ums Seebecken verlief zwar grösstenteils problemlos, dafür wurde circa um 1.30 Uhr am Löwenplatz ein Buschauffeur von einem Fahrgast verprügelt und im Gesicht mittelschwer verletzt. Dem Täter gelang die Flucht.

200'000 sahen Feuerwerk

Während der ganzen Nacht sei es auf Stadtgebiet zu verschiedenen Streitigkeiten, Tätlichkeiten und leichten Körperverletzungen gekommen, bei welchen die Einsatzkräfte der Stadtpolizei schlichtend eingreifen mussten. Das Problem in fast allen Fällen: übermässiger Alkoholkonsum. Ein Mann wurde kurz nach Mitternacht am Kopf verletzt, als Unbekannte beim Stadelhoferplatz verschiedene Feuerwerkskörper zündeten.

Unter anderem dieser Vorfall sei der Wermutstropfen des Silvesterzaubers, schreiben die Hoteliers in ihrem Communiqué. Noch immer hätten zu viele Unverbesserliche sich und andere mit privatem Feuerwerk auf dem Festareal gefährdet. Ansonsten zeigen sich die Organisatoren mit dem Silvesterzauber 2013/14 zufrieden. Das Wetter stimmte. Es kamen gegen 200'000 Besucher, um das Spektakel um 0.20 Uhr zu verfolgen.

Bange Momente hatte kurz nach 3 Uhr eine 19-jährigen Holländerin, die am Paradeplatz beraubt wurde. Die Polizei brauchte eine halbe Stunde, um die Täterin zu verhaften: eine 21-jährige Schweizerin. Ebenfalls auf Diebestour war um 5.31 Uhr ein 22-jähriger Schweizer. Er wurde bis zum Eintreffen der Patrouille von Passanten an der Badenerstrasse zurückgehalten. Rund eine Stunde später nahmen Beamte an der Langstrasse einen 28-jährigen Algerier fest, der einer Frau eine Handtasche entwendet hatte. Schliesslich flüchtete am Neujahrstag nach 7 Uhr ein Mann vor einer Polizeipatrouille im Kreis 4. Nach kurzer Verfolgung zu Fuss konnte der 20-jährige Algerier gestellt und kontrolliert werden. Zum Vorschein kamen diverse Mobiltelefone, was zu einer vorläufigen Festnahme des Mannes wegen Diebstahlverdachts führte.

Erstellt: 03.01.2014, 09:24 Uhr

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