Zürcher haben häufiger Krach im Job

Die Friedensrichter haben zunehmend mehr Arbeit. 2012 behandelten sie 10 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Gestiegen ist in Zürich vor allem die Anzahl arbeitsrechtlicher Konflikte.

Die Bezirksrichter behandelten 278 Fälle mehr als 2012: Ein Stapel Gerichtsakten.

Die Bezirksrichter behandelten 278 Fälle mehr als 2012: Ein Stapel Gerichtsakten. Bild: HANS-JUERGEN WEGE/Keystone

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Die Wirtschaftskrise bringt den Friedensrichtern mehr Arbeit: «Generell wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr geklagt», sagt Robert Schönbächler, Präsident des Verbandes der Friedensrichter des Bezirks Zürich, gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten».

3486 Fälle gingen über die Tische der Zürcher Schlichter, 278 mehr als im Vorjahr. So spricht Schönbächler denn auch von einer «extrem hohen Arbeitsbelastung». Bei 70 Prozent der Fälle, die 2012 auf ihren Tischen landeten schlichteten die Friedensrichter mit Erfolg.

Die Zahl nach oben getrieben hätten vor allem arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, sagt Schönbächler. Weshalb die Zürcher deswegen immer öfter vor den Richter träten, ist für den Präsidenten der Zürcher Friedensrichter unklar. Spitzenreiter sind indes nach wie vor noch die unbezahlten Handy-, Kreditkarten und Arztrechnungen.

(pia)

Erstellt: 30.01.2013, 07:50 Uhr

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