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Abhängig von den sozialen Medien

Die psychiatrischen Kliniken im Kanton behandeln immer mehr junge Menschen – so wie Julian Riegel. Seit einer Depression verzichtet er komplett auf soziale Medien.

«Vielleicht reicht es», sagt Julian Riegel, «die Apps auf dem Smartphone zu löschen.» Foto: Andrea Zahler
«Vielleicht reicht es», sagt Julian Riegel, «die Apps auf dem Smartphone zu löschen.» Foto: Andrea Zahler

Er hat schon alle Bilder zweimal angeschaut, die Posts nerven, doch Julian Riegel geht kurz auf den Balkon, raucht eine Zigarette – und nimmt das Smartphone schon wieder in die Hand. Wenn es ihm schlecht geht, flüchtet er erst recht in die unendlichen Feeds. Sie lenken ihn ab.

Damit ist es nun vorbei. Der 27-jährige Zürcher verzichtet heute auf soziale Medien. Sie haben ihn abhängig gemacht. Im vergangenen Januar wies sich Riegel selbst in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich ein. Die Diagnose: mittelschwere bis schwere Depression – eines der häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder der Zürcherinnen und Zürcher und eines, das immer öfter auftritt.

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