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Absenzen bleiben im Zeugnis

Auch in Zukunft werden die Zeugnisse von Sekundarschülern darüber Auskunft geben, wie oft sie in der Schule gefehlt haben. Der Kantonsrat hat einen Vorstoss abgelehnt, der diese Regelung abschaffen wollte.

Einträge bleiben gleich: Absenzen werden auch künftig im Zeugnis festgehalten – selbst wenn sie entschuldigt waren.
Einträge bleiben gleich: Absenzen werden auch künftig im Zeugnis festgehalten – selbst wenn sie entschuldigt waren.
Keystone

SP und CVP forderten in einer Parlamentarischen Initiative (PI), dass die entschuldigten Absenzen nicht mehr festgehalten werden, um den Jugendlichen die Lehrstellensuche nicht zusätzlich zu erschweren. Krankheiten und andere nicht selbst verschuldete Absenzen dürften nicht zu einem Selektionskriterium werden, argumentierten sie.

Ihr Anliegen hatte aber keine Chance und wurde in zweiter Lesung mit 101 Nein- zu 71 Ja-Stimmen abgelehnt. Bereits in der ersten Lesung vor vier Wochen zeichnete sich ab, dass der Vorstoss kaum Chancen haben dürfte.

Zeugnis soll «möglichst aussagekräftiges Bild» wiedergeben

Die Gegner der Vorlage – SVP, FDP und GLP – argumentierten, dass das Zeugnis ein möglichst aussagekräftiges Bild abgeben solle und die Angabe aller Absenzen deshalb dazugehöre.

Auch Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) lehnte den Vorstoss ab, nicht zuletzt, weil die entschuldigten Absenzen erst seit einem Jahr wieder im Zeugnis festgehalten werden. Man dürfe Regelungen nicht alle paar Jahre ändern. Auch Jugendliche bräuchten Rechtssicherheit. Zwischen 1990 und 2010 wurden entschuldigte Absenzen nicht im Zeugnis notiert.

SDA/tif

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