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Ältestes Studiokino der Stadt schliesst

Das Kino Nord-Süd muss kommendes Jahr seinen Saal am Limmatquai schliessen. Damit verliert Zürich das älteste Studiokino der Stadt.

Das Nord-Süd in seiner Blütezeit: Die Premiere des Films «Die Schweizermacher» im Januar 1979.
Das Nord-Süd in seiner Blütezeit: Die Premiere des Films «Die Schweizermacher» im Januar 1979.
Keystone

IDas Studiokino Arthouse Nord-Süd am Limmatquai in Zürich schliesst im nächsten Jahr seine Türen. Grund dafür sind der grosse Konkurrenzkampf und die Mieten an dieser Lage. Der erste Film war 1935 über die Leinwand des Nord-Süd geflimmert.

«Es schmerzt - aber wir sehen uns zu diesem Schritt gezwungen», bestätigte Arthouse-Geschäftsführer Beat Käslin am Mittwoch eine Meldung der Gratiszeitung «20Minuten». Ein Einzelkino an dieser Lage mit diesen Mietzinsen lasse sich nicht mehr rentabel führen. «Auch konkurrenzieren uns die Multiplex-Kinos immer mehr.»

125 Sitze sind zu wenig

Der letzte Film wird Ende September 2011 im Nord-Süd gezeigt werden. Nachdem vor zwei Monaten das Kino Plaza der Kitag Kino-Theater AG geschlossen wurde, ist das nun jetzt schon der zweite Kinoverlust für Zürich innerhalb kurzer Zeit.

Die Arthouse Commercio Movie AG würde gern an einem anderen Ort wieder ein Kino eröffnen. Man sei immer auf der Suche nach neuen Standorten für die Kino-Gruppe, sagte Käslin. «Das Arthouse Nord-Süd lässt sich aber natürlich nicht einfach so verplanzen.»

Mit dem Nord-Süd erhielt Zürich 1935 erstmals ein Studiokino. Es verfügte damals über 200 Sitzplätze. Bei der Restaurierung vor ein paar Jahren wurde die Platzzahl auf 125 reduziert, um dem Publikum mehr Komfort bieten zu können. Seit der Gründerzeit bildet das französische Filmschaffen einen Schwerpunkt des Programms im Nord- Süd.

SDA/fsc

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