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Ärztin erschwindelte jahrelang Sozialhilfe

Obwohl sie mehrere hunderttausend Franken auf der hohen Kante hatte, bezog eine Ärztin über mehrere Jahre hinweg staatliche Unterstützung. Nun wurde sie dafür verurteilt.

Hier wurde die Frau schuldig gesprochen: Das Bezirksgericht Zürich. (Archivbild: Keystone)
Hier wurde die Frau schuldig gesprochen: Das Bezirksgericht Zürich. (Archivbild: Keystone)

Jahrelang hat eine heute 55-jährige Ärztin aus Zürich Sozialhilfe bezogen, obwohl sie mehrere hunderttausend Franken auf der hohen Kante hatte. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte die geständige Frau zu einer bedingten Freiheitsstrafe und einer unbedingten Geldstrafe. Von Herbst 2003 bis Herbst 2011 kassierte die Frau insgesamt gut 212'000 Franken Sozialhilfe bei der Stadt Zürich. Als sie sich für die Unterstützung angemeldet hatte, unterschlug sie, dass sie ein Vermögen von rund 300'000 besass. Dieses wuchs aufgrund einer Erbschaft bis 2011 gar auf 750'000 Franken an.

Die Frau gab vor Gericht an, sie habe aus einer beruflichen Krise heraus gehandelt. Bei ihrer damaligen Arbeitsstelle, einer Krankenversicherung, sei sie rechtsmissbräuchlich entlassen worden. Deshalb habe sie unter psychischen Problemen gelitten und Fürsorgegelder in Anspruch genommen.

Sie habe Fehler gemacht, räumte die Frau ein. Schon froher hatte sie gegenüber der Staatsanwaltschaft erklärt, sie werde für den gesamten Schaden aufkommen. Das Gericht sprach die Beschuldigte des gewerbsmässigen Betrugs schuldig. Es verurteilte sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren sowie zu einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 50 Franken. Es hielt der Frau ihr nicht besonders raffiniertes Vorgehen und die durchgemachten schweren Zeiten zu Gute.

SDA/thu

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