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Afro-Pfingsten vor dem Aus

Der Verein, der das Multikulti-Fest in Winterthur organisiert, hat während Jahren über die eigenen Verhältnisse gelebt. Jetzt muss er auf einen Schuldenerlass hoffen.

Tagelanges Trommeln in der Altstadt: Das markiert jeweils, dass in Winterthur die Afro-Pfingsten gefeiert werden.
Tagelanges Trommeln in der Altstadt: Das markiert jeweils, dass in Winterthur die Afro-Pfingsten gefeiert werden.
Steffen Schmidt, Keystone

Die Afro-Pfingsten vom vergangenen Frühling könnten die letzten gewesen sein, die die Stadt Winterthur erlebt. Der Verein hinter dem Festival steht nämlich vor dem Aus. Wie der «Landbote» berichtet, haben die Organisatoren im Verlauf der letzten drei Jahre einen Verlust von über 700‘000 Franken angehäuft. Viele Rechnungen der letzten Ausgabe sind noch nicht bezahlt.

Der Verein hofft nun bei seinen Gläubigern einen Teileerlass der Schulden zu erwirken, dies über einen sogenannten aussergerichtlichen Nachlassvertrag. Das geht aber nur, wenn niemand den Verein betreiben will. Ob dieser Plan aufgeht oder nicht, wird sich erst Ende Oktober zeigen. So lange läuft die Frist, während der die Gläubiger ihre Forderungen anmelden können.

Ursprünge in Zürich

Was nur wenige wissen: Der bedrohte Fixpunkt im Winterthurer Kulturkalender hat seine Ursprünge in Zürich. Ins Leben gerufen hat ihn eine Handvoll Kulturinteressierter 1990 im Dynamo in Zürich. Das Programm war damals noch überschaubar: Ein paar Kurse in Tanz und Perkussion, dazu eine Band aus Senegal, die traditionelle Musik spielte. Schon im folgenden Jahr kam dann der Umzug nach Winterthur, wo sich der Anlass im Lauf der Zeit zum «grössten Multikulti-Fest der Schweiz» mauserte.

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