Zum Hauptinhalt springen

Agglo Zürich verliert Zürcher Gemeinde – und hat mehr Aargauer

Die Agglomeration Zürich ist als Folge einer neuen Definition schlagartig grösser geworden. Neu zählt sie 151 Gemeinden – 21 mehr als bisher. Es gingen aber auch Gemeinden verloren.

Anteil der 75-Jährigen und Älteren pro Gemeinde der Agglomeration Zürich (2013). (Zum Vergrössern bitte anklicken)
Anteil der 75-Jährigen und Älteren pro Gemeinde der Agglomeration Zürich (2013). (Zum Vergrössern bitte anklicken)
Statistik Stadt Zürich

In den vergangenen Jahren haben sich die Agglomerationen in der Schweiz stark verändert. Das Bundesamt für Statistik entwickelte deshalb eine neue Methodik, um diese Regionen zu erfassen. Die neue Definition für eine Agglo heisst «Raum mit städtischem Charakter» und gilt seit vergangenem Dezember. Neu werden Agglomerationsgemeinden den Kategorien Kernstadt, Hauptkern, Nebenkern und Agglo-Gürtel zugeordnet.

Diese neue Einteilung hat Auswirkungen auf den Raum Zürich, wie Statistik Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte. Die Agglo Zürich besteht neu aus 151 Gemeinden, 21 mehr als mit alter Definition. Vier Gemeinden gehören dagegen nicht mehr dazu: Knonau wird neu zur Agglo Zug gerechnet und Neuenhof AG zur Agglo Baden/Brugg. Die beiden Aargauer Gemeinden Ehrendingen und Remetschwil wiederum, die bisher zur Agglo Zürich zählten, sind Spezialfälle. Sie gelten neu als «mehrfach orientierte Gemeinden» und gehören keinem Raum mehr an.

Wetzikon gehört neu zu Zürich

Umgekehrt zu diesen vier wegfallenden Gemeinden kamen 25 Gemeinden dazu, unter anderem Wetzikon, das bisher als eigenständige Agglo galt, Pfäffikon ZH und Hinwil. Auch zwei Schaffhauser Gemeinden und fünf weitere aus dem Kanton Aargau gehören neu offiziell zu Zürich.

Durch diese neuen Gemeinden vergrösserte sich die Fläche der Agglomeration Zürich um 20,3 Prozent. Der Bevölkerungsbestand hat jedoch bloss um 5,2 Prozent zugenommen. Das Bundesamt für Statistik hat nicht nur die Definition der Agglomeration, sondern auch diejenige der Stadt geändert. Weil auch Urdorf nun als Stadt bezeichnet wird, besteht die Agglomeration Zürich neu aus 30 Städten.Winterthur gehört gemäss Definition des Bundes nicht zu Zürich, sondern gilt als eigenes Zentrum mit eigener Agglomeration.

Wachstum vor allem in der Agglo

Insgesamt zählt die Agglo Zürich neu 1,3 Millionen Einwohner, davon wohnen 30 Prozent in der Stadt Zürich. Das Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre fand jedoch fast ausschliesslich in der Agglomeration statt, nicht in der «Kernstadt» Zürich.

Die Statistiker werteten auch die Altersgruppen aus - und wurden überrascht. Obwohl Zürich als «Kinderstadt» gilt, schafft es Zürich verglichen mit den anderen 150 Gemeinden mit einem Kleinkinder-Anteil von 5,4 Prozent nur ins Mittelfeld. Bei den Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren landet die «Kernstadt» mit ihren 7,6 Prozent gar auf dem drittletzten Rang. In absoluten Zahlen sehe das allerdings ganz anders aus, sagte der Sprecher des Präsidialdepartementes dazu. Da hätten ein einige Prozent erhebliche Folgen - etwa für den Schulhausbau. (Interaktive Karte hier)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch