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Als die Frau «117» anrief, nahm eine Betrügerin ab

Die Telefonbetrüger vermögen auch vorsichtigen Menschen Geld abzunehmen, wie ein Beispiel in Dietikon zeigt.

Die Seniorin dachte, sie habe tatsächlich eine Notrufzentrale kontaktiert, meldet die Kantonspolizei Zürich. Bild: Keystone
Die Seniorin dachte, sie habe tatsächlich eine Notrufzentrale kontaktiert, meldet die Kantonspolizei Zürich. Bild: Keystone

Die Masche der Telefonbetrüger ist bekannt, die Details aber werden immer abenteuerlicher.

So rief am vergangenen Mittwoch um die Mittagszeit ein Hochdeutsch sprechender Mann eine Rentnerin in Dietikon an. Am Telefon erklärte er, er sei Polizist, und Gauner hätten es auf ihr Geld abgesehen.

Die Frau reagierte skeptisch. Darauf gab der falsche Polizist Namen und Dienstnummer bekannt und forderte das Opfer auf, via dem offiziellen Polizeinotruf 117 seine Identität zu überprüfen. Die Frau hängte ihr Telefon auf und wählte unverzüglich die Nummer 117.

Frau bestätigte Identität des Mannes

Der Mann hingegen unterbrach die Leitung zur Rentnerin nicht, so dass diese unbemerkt und trotz der gewählten Nummer 117 wieder mit dem Betrüger verbunden wurde. Inzwischen hatte er seinen Hörer einer Komplizin übergeben, welche sich als Polizistin meldete und der Rentnerin prompt bestätigte, dass der Mann Polizist sei.

Fälschlicherweise wähnte sich die Rentnerin nun in Sicherheit, liess sich von den Betrügern überzeugen und ging zur Bank. Dort hob sie mehrere tausend Franken Bargeld ab und übergab es der Täterschaft, wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mittelung schreibt. Diese hat nun Ermittlungen aufgenommen und gibt folgende Tipps:

  • 1. Seien Sie misstrauisch, wenn ein angeblicher Polizist Sie dazu bringen will, Bargeld abzuheben, zu überweisen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie Bargeld oder Zugangsdaten zu Bankkonten.
  • 2. Verschaffen Sie sich Sicherheit, indem Sie den Hörer auflegen, ein paar Minuten warten und erst dann bei der Polizei über die Notrufnummer 117 nachfragen, ob es diesen Polizisten wirklich gibt. Noch besser ist, wenn Sie von einem anderen Apparat aus die Nr. 117 wählen.
  • 3. Handeln Sie besonnen, indem Sie niemals Geldbeträge an ihnen unbekannte Personen überweisen oder übergeben.
  • 4. Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst, denn diese kennen die Merkmale des Telefonbetrugs. Sie haben in der Vergangenheit wiederholt solche Straftaten erkannt und verhindert. Nehmen Sie deshalb Warnungen von Bankangestellten ernst und lassen Sie deren Unterstützung zu.
  • 5. Wenn Sie Opfer eines Betrugs oder Betrugsversuchs geworden sind, melden Sie sich bei der Polizei. Auch wenn Sie dem Betrüger rechtzeitig auf die Schliche gekommen sind, ist es wichtig, die Polizei über den Vorfall zu informieren.

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