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Alternative Liste will 500 Stimmen mehr

Bei den Zürcher Kantonsratswahlen am 3. April will die Alternative Liste mindestens einen Sitz zu ihren bisherigen zwei Sitzen dazugewinnen. Niklaus Scherr will mehr Stimmen als 2007.

Will mit der Alternativen Liste mindestens drei Sitze im Kantonsrat: Wahlleiter Niklaus Scherr.
Will mit der Alternativen Liste mindestens drei Sitze im Kantonsrat: Wahlleiter Niklaus Scherr.
Thomas Burla

Wahlkampfkoordinator Niklaus Scherr wies am Mittwoch bei der Präsentation der AL-Wahlziele darauf hin, dass durch das neue Wahlsystem nach Pukelsheim auch Stimmen in Landgemeinden für einen Sitzgewinn sorgen könnten.

Beim «Pukelsheim» werden zuerst alle für eine Partei oder Gruppierung abgegebenen Stimmen zusammengezählt. Aufgrund dieses Wählerstimmenanteils wird die Sitzzahl ermittelt.

Erst danach erfolgt die Verteilung dieser Sitze auf die einzelnen Wahlkreise. Dadurch nützten auch Stimmen der Partei etwas, wenn sie beispielsweise in einem kleineren Ort keinen Sitz erringen könne, so Scherr.

Drei bis vier Sitze

Scherr wies darauf hin, dass die Wahlbeteiligung bei Kantonsratswahlen im Kanton Zürich traditionell tief sei. Dadurch habe die AL vor vier Jahren mit insgesamt gut 3500 Stimmen nur knapp einen dritten Sitz verpasst.

Dieses Jahr würden – gleich tiefe Wahlbeteiligung vorausgesetzt – 4000 Stimmen für drei und 5500 Stimmen sogar für vier Sitze reichen. Die AL wünscht sich zu ihren beiden Männern im Kantonsrat in der kommenden Legislatur möglichst Frauen dazu.

Gegen «Bonzensteuer»

Die AL-Vertreter wollen sich weiterhin gegen geplante Steuersenkungen für hohe Einkommen und Vermögen wehren, wie sie der Kanton für die kommenden Jahre anstrebt. Trotzdem geniesst die angekündigte «Bonzeninitiative» der Jungsozialisten (Juso) in den Reihen der AL keine Sympathie.

Kantonsrat und Gewerkschaftssekretär Kaspar Bütikofer erklärte, die Juso-Initiative schiesse über das Ziel hinaus und sei nicht durchsetzbar. Die AL sei «nicht der Meinung, man müsse die Reichen speziell stärker besteuern». Vorläufig konzentriere man sich darauf, eine weitere steuerliche Entlastung zu verhindern.

SDA/ep

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