An’Nur-Imam empfahl Hinrichtungsvideo

Ein Winterthurer Imam soll ein Video auf Facebook weiterempfohlen haben, in dem fünf Männer ertränkt werden. Er soll des Landes verwiesen werden.

Die An’Nur Moschee in Winterthur Hegi. Im November vor einem Jahr durchsuchte die Kantonspolizei die Moschee. Sie ist seit Mai dieses Jahres geschlossen.

Die An’Nur Moschee in Winterthur Hegi. Im November vor einem Jahr durchsuchte die Kantonspolizei die Moschee. Sie ist seit Mai dieses Jahres geschlossen. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Ein Vorbeter der Winterthurer An’Nur-Moschee soll auf Facebook ein Hinrichtungsvideo «gelikt» haben. Dies geht aus der Anklageschrift gegen den somalischen Staatsbürger hervor, der als Shaikh Abdurrahman bekannt wurde.

In der Sequenz, die der junge Imam weiterempfohlen haben soll, sind laut Staatsanwaltschaft fünf in orange Overalls gekleidete Männer in einem Käfig zu sehen, der im Wasser versinkt. Hauptvorwurf ist ein Aufruf zum Mord an abtrünnigen Moscheebesuchern in einer Predigt in der An’Nur-Moschee im Oktober 2016.

Landesverweis gefordert

Die Anklage lautet auf öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit, mehrfache Gewaltdarstellung und Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung im mittlerweile geschlossenen Gotteshaus. Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und einen Landesverweis auf 15 Jahre. Soweit bekannt, bestreitet der Angeklagte einen Teil der Vorwürfe. Der Prozess findet am 23. Oktober am Bezirksgericht Winterthur statt.

Erstellt: 10.11.2017, 11:12 Uhr

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