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Angriff auf die Löhne der Kantonalbank-Chefs

Die SP will keine Millionensaläre mehr in kantonalen Betrieben.

Verdiente 2018 mehr als zwei Millionen Franken: Martin Scholl, CEO der Zürcher Kantonalbank. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Verdiente 2018 mehr als zwei Millionen Franken: Martin Scholl, CEO der Zürcher Kantonalbank. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Die Sozialdemokraten wollen dem «ungesunden Wachstum» der Lohnunterschiede in kantonalen und kantonsnahen Unternehmen Einhalt gebieten. Deshalb haben sie gestern im Kantonsrat eine Motion eingereicht, in der sie vom Regierungsrat eine Gesetzesvorlage fordern, die einen Maximallohn von einer Million Franken vorsieht. In diesem Betrag sollen sowohl der reguläre Lohn wie auch andere Bezüge enthalten sein. Für allfällige Ausnahmen wären demnach die Aufsichtskommissionen des Kantonsrats zuständig.

Die Sozialdemokraten begründen den Vorstoss mit den vielen Meldungen über sehr hohe Gehälter und Boni bei den SBB, bei der Post und bei der Swisscom. Im Unterschied zu den unteren und mittleren Einkommensklassen würden die Spitzenlöhne auch in kantonalen Betrieben überproportional wachsen, schreibt die SP. Das habe volkswirtschaftlich negative Folgen, erschüttere das Vertrauen der Öffentlichkeit in die betroffenen Unternehmen und schade dem System der Marktwirtschaft.

ZKB-Mitarbeiter und Chefärzte betroffen

Im Auge hat die SP insbesondere die Löhne bei der Zürcher Kantonalbank. Dort hat CEO Martin Scholl im letzten Jahr mehr als zwei Millionen Franken verdient, was etwa dem achtfachen Salär eines Regierungsrats entspricht. Die anderen acht Mitglieder in der ZKB-Geschäfts­leitung haben ebenfalls je rund 1,4 Millionen Franken erhalten. Ebenfalls betroffen von einer solchen Einschränkung wären die Chefärzte. Gemäss einer Aufstellung des Regierungsrats verdienten im Jahr 2017 am Universitätsspital sieben Angestellte über eine Million Franken, am Kantonsspital Winterthur wurde im gleichen Jahr ein Millionensalär ausbezahlt.

Unterschrieben ist die Motion von SP-Fraktionschef Markus Späth, von SP-Co-Parteipräsident Andreas Daurù und von SP-Kantonsrätin Michèle Dünki-Bättig.

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