Anzeige gegen Spital wegen falscher Rechnungen

Ein Chirurg soll in Horgen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben – und die Spitalleitung habe nicht eingegriffen. Diese Vorwürfe soll nun die Staatsanwaltschaft prüfen.

Hier soll es zu Unregelmässigkeiten gekommen sein: Das See-Spital in Horgen. Bild: Google Street View

Hier soll es zu Unregelmässigkeiten gekommen sein: Das See-Spital in Horgen. Bild: Google Street View

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Auf das See-Spital in Horgen kommt wegen der Affäre um falsche Rechnungen weiteres Ungemach zu. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Strafanzeige eingereicht gegen jenen Chirurgen, der unter Verdacht steht, von seinen Patienten zu viel verlangt und das Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Das berichtet die «NZZ». «Es besteht ein ausreichend grosser Verdacht, dass in der Schmerzklinik unrechtmässig abgerechnet wurde», lässt sich BAG-Vizedirektor Oliver Peters zitieren.

Das Augenmerk des Bundesamtes liegt nicht nur auf dem mutmasslich fehlbaren Chirurgen, sondern auch auf der Spitalführung. «Die Strafanzeige richtet sich eventuell auch gegen weitere Personen», sagt Peters. Man habe Informationen, wonach die Spitalleitung schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen worden sei, was an der Schmerzklinik falsch laufe. Diesen Vorwurf hat kürzlich eine Gruppe von Belegärzten erhoben – einige von ihnen forderten den Präsidenten des Stiftungsrats damals zum Rücktritt auf.

Krankenkassen sollen Rechnungen prüfen

Das BAG hat laut dem Zeitungsartikel nun auch die Krankenversicherer gewarnt. Diese sollten die Rechnungen aus der Schmerzklinik in Horgen nochmals genau ansehen. Falls sie auf Beträge stossen, die zu Unrecht verlangt wurden, sollten sie diese zurückfordern. Das Spital nimmt zu all diesen Neuigkeiten keine Stellung – man habe keine Kenntnis davon. (hub)

Erstellt: 29.09.2015, 08:18 Uhr

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