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Armee-Flieger saust 50 Meter an Gleitschirmler vorbei

Über dem Zürcher Säuliamt wäre es beinahe zu einem Flugunfall gekommen. Die Untersuchungsstelle spricht von einem «schweren Vorfall».

Die Beechcraft 1900 der Luftwaffe kann maximal 18 Passagiere aufnehmen und dient Truppentransporten.
Die Beechcraft 1900 der Luftwaffe kann maximal 18 Passagiere aufnehmen und dient Truppentransporten.
PD

Das zweimotorige Passagierflugzeug der Schweizer Luftwaffe befand sich im Landeanflug auf den Militärflugplatz Emmen. Knapp 17 Kilometer vor der Pistenschwelle, rund 1100 Meter über der Gemeinde Knonau, erblickte die Crew einen hellgelben Gleitschirm.

Der Pilot hielt den Kurs und flog etwa 100 Meter links und 50 Meter unter dem Gleiter vorbei – eine gefährliche Situation, welche die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem heute Montag publizierten Bericht als «schweren Vorfall» der ICAO-Kategorie A bezeichnet.

Es passierte aber nichts, das Flugzeug des Typs Beechcraft 1900, das als Truppentransporter dient, landete normal in Emmen. Der Pilot des «Hochleistungsgleitschirms» (Sust) entfernte sich unerkannt. Der Vorfall geschah am 15. Juni 2018.

Gleitschirm war auf dem Radar unsichtbar

Der Gleitschirm war weder auf dem Radar der Fluglotsen in Emmen noch auf dem Warn- und Kollisionsverhinderungssystem des Fliegers sichtbar. Deshalb geht die Sust davon aus, dass er nicht mit einem Transponder ausgerüstet war.

Die Untersuchungsstelle verzichtete auf Empfehlungen zur Verhinderung derartiger Vorfälle, da sie dies bereits in früheren, ähnlich gelagerten Fällen getan hatte. Sie hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt aufgefordert, Transponder für Gleitschirmler oder Ballone obligatorisch zu erklären (lesen Sie hier mehr zum Thema).

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